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Bernhard Fendt übernimmt Erledigungen, für die andere keine Zeit haben. 

Neue Firma in Gilching

Ein Mann für alle Fälle

Gilching - Bernhardt Fendt war bis vor kurzem Investmentbanker. Jetzt übernimmt er Erledigungen, für die andere oft keine Zeit haben.  

Nach fünf Jahren im Büro hängte der 29-Jährige seinen Job an den Nagel und gründete seine eigene Firma. „benelivery“ bietet im privaten Bereich Dienstleistungen an, vom Einkauf bis zum Türöffner für Handwerker, die auf sich warten lassen. Fendt erscheint pünktlich zum Termin in der Redaktion. Er ist schmal, freundlich und höflich, spricht leise und lächelt viel. Der Wahl-Gilchinger studierte Betriebswirtschaft in Bamberg, Norwegen und Frankfurt. Dann stand er schnell im Job. Der war grundsätzlich nicht übel, aber sein Glück fand der junge Mann nicht. „Ich saß nur im Büro und wollte was anderes machen. Dann hatte ich die Idee zu benelivery.“ Der Name seiner Firma basiert auf seinem Spitznamen „Bene“, und „delivery“ steht für liefern. 

Das Firmenkonzept umfasst sechs Bereiche, in denen Fendt Privatleuten zur Hand gehen will. Da wären der Einkauf, dann Vollmachtsgeschäfte bei Behörden und Post, das Warten auf Handwerker, Haus und Haustiersitting in Urlaubszeiten, Werkstattservice und Urlaubsrecherchen. „Ich mache aber keine Buchungen.“ Seine ersten Aufträge umfassten die Organisation von Arztterminen für einen Geschäftsmann aus München. Fendts potenzielle Kunden leben in den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck und im Raum München. Wer seine Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann ihn über Internet,Whatsapp, SMS oder Telefon buchen – „wie es für ihn am einfachsten ist“. Er braucht nichts zu unterschreiben, „niemand muss sich registrieren“. 

Egal um welche Dienstleistung es sich handelt, die erste halbe Stunden kostet 9,95 Euro. Für jede weitere Viertelstunde berechnet Fendt 3,95 Euro. Anfahrtskosten gibt es nicht, „es sei denn, die Kunden sitzen in Augsburg oder weiter weg“. Im Dezember erst hat Fendt seine Firma gegründet. Konkurrenz? „Es gibt Wettbewerber, die aber anders arbeiten“, sagt Fendt. Die meisten seien fokussiert auf Mietwagen- oder Flugbuchungen, oder auch Hotelreservierungen. 

„Einkäufe macht eigentlich niemand.“ Einer seiner Mitbewerber habe auch gerade erst verkündet, er ziehe sich aus dem deutschen Markt zurück und konzentriere sich auf das Geschäft in den USA. „In Amerika ist der Markt anders. Die Amerikaner sind auch eher bereit, sich auf Neues einzulassen. Und sie haben eine andere Auffassung von Dienstleitung. In Deutschland ist man anfangs immer skeptischer.“ Fendt ist aber zuversichtlich, dass er über Akquise und Werbung seine Kunden findet. 

Er hat sich einige Monate gegeben, um sich auf dem Markt zu etablieren. „Mein Risiko ist überschaubar. Ich musste nicht viel investieren. Jetzt warte ich mal ab, wie es läuft.“ Erreichbar ist Fendt unter 01 71/6 88 34 73 oder per E-Mail an contact@benelivery.de, oder über seine Internetseite unter www.benelivery.de.

Hanna von Prittwitz

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