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Einen Kicker gibt es schon, und auch eine Tischtennisplatte: Kerstin Königbauer und Christian Winklmeier im neuen Jugendtreff, der Raum für die 12- bis 16-Jährigen bieten soll. 

Jugendtreff Gilching

Der Kicker steht schon bereit

  • Hanna von Prittwitz
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Seit Monaten wird in den Räumen der ehemaligen Gilchinger Bücherei gewerkelt, langsam nimmt der zukünftige Jugendtreff an der Rathausstraße Gestalt an. Wann er eröffnet wird, ist noch nicht klar. Aber die Gemeinde hat schon zwei Sozialpädagogen eingestellt.

Gilching – Drei Jahre ist es her, dass Gilchings Gemeinderäte beschlossen haben, die Räume im Untergeschoss der Mittelschule zu einem Jugendtreff auszubauen. Mittlerweile ist das neue Rathaus gebaut, Verwaltung und Bücherei sind in Gilchings Mitte gezogen. Etwa 200 Quadratmeter Fläche stehen dem Nachwuchs in der Mittelschule bald zur Verfügung, und es sieht jetzt schon ziemlich gut aus dort beim Pressetermin, zu dem Jugendreferent Christian Winklmeier und Jugendbeirätin Kerstin Königbauer eingeladen haben. Der neue Boden leuchtet in einem warmen Gelb, die Wände sind frisch gestrichen und es gibt auch schon erstes Mobiliar: Der TSV Gilching hat eine Tischtennisplatte organisiert, Ruth Wastian von der Mittagsbetreuung spendierte einen Kicker, und private Spender haben noch einen Billardtisch in petto, der so bald wie möglich aufgestellt werden soll. Damit die jungen Besucher nicht hungern müssen, gibt es zeitnah noch eine Küche.

Bisher gab es für die Jugendlichen in Gilching den Abenteuerspielplatz (ASP) an der Frühlingsstraße und das Jugendhaus an der Weßlinger Straße. Letzteres ist schlecht angebunden, daher treffen sich dort eher die Älteren. Den ASP dürfen die bis 13 Jahre alten Kinder besuchen. „Danach gab es eine Lücke, die wollen wir hier schließen“, erklärt Winklmeier. Denn der neue Jugendtreff ist für die 12 bis 16-Jährigen gedacht.

Wann die Einrichtung eröffnet wird, ist noch nicht raus, „aber sicher vor den Sommerferien“. Fest steht aber, dass ab 1. Juni zwei Sozialpädagogen mit je 15 Stunden ihre Arbeit aufnehmen werden. „Mit Option auf mehr Stunden – dazu ist auch die Gemeinde bereit“, betont Winklmeier. Die Namen der beiden Sozialpädagogen will er nicht nennen, nur so viel: Es handelt sich um eine Frau und einen Mann aus dem Landkreis Starnberg, beide 31 Jahre alt.

Was das Konzept angeht, so halten sich Winklmeier und Königbauer zurück. „Wir wollen da keine Vorgaben machen. Das überlassen wir den Sozialpädagogen“, sagt Königbauer. Die 22-Jährige ist seit 2016 Jugendbeirätin. Die Mitglieder des Jugendbeirats hatten im Vorfeld die weiterführenden Schulen in Gilching besucht und die Kinder gefragt, was sie sich am meisten wünschen: „Da ging es immer wieder um einen Raum, in dem sie sich frei aufhalten und abhängen können.“

Der Jugendtreff soll von 15.30 bis 21 Uhr geöffnet sein. Um 14 Uhr endet die Mittagsbetreuung. Die Kinder können dann gleich da bleiben. Ob auch am Wochenende was los ist im Jugendtreff, „darüber sollen die Sozialpädagogen entscheiden“, findet Winklmeier. Die Gemeinde Gilching hat für die Umbaumaßnahme 130 000 Euro veranschlagt, 90 000 Euro hat sie zudem als Zuschuss erhalten.

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