Bluttat vor Neuraum: Polizei fasst weitere Täter

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Gäste und Gratulanten: (v.l.) Anna Krott von der Gilchinger Selbsthilfegruppe Ohrmuschel, Landrat Karl Roth, Professor Horst Teppert, Petra Seidl, Markus Zorzi, Bürgermeister Manfred Walter und Musiker Claus Angerbauer. 

Bayern barrierefrei 

Gilching hat die erste barrierefreieBühne im Landkreis

Das Rathaus Gilching ist ausgezeichnet: Gestern erhielt es das Signet „Bayern barrierefrei - wir sind dabei!“

Gilching – Voll des Lobes war Ministerialdirigent Markus Zorzi von der Regierung von Oberbayern, der Gilchings Bürgermeister Manfred Walter gestern das Signet „Bayern barrierefrei – wir sind dabei!“ aushändigte. Die Auszeichnung gilt dem neuen Gilchinger Rathaus, das unter Mitwirkung behinderter Menschen barrierefrei konzipiert wurde.

Insgesamt wurde das Signet 1100 Mal vergeben, erklärte Markus Zorzi und überreichte Walter die 1101. Tafel. Insbesondere lobte der Regierungsvertreter, dass bereits bei der Konzeption des neuen Rathauses die Behindertenbeauftragte des Landkreises, Petra Seidl und betroffene Bürger hinzugezogen worden seien.

Zorzi versicherte, dass das Ziel des Sozialministeriums bis 2021 eine weitgehende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonventionen sei. „Nur die inklusive Gesellschaft ist die bessere Gesellschaft.“ Bisher seien 430 Millionen Euro in tausende von Maßnahmen zur Barrierefreiheit investiert worden, unter anderem in 800 umgerüstete Linienbusse.

Landrat Karl Roth betonte, dass das neue Rathaus sämtliche Erwartungen erfülle und auch eine Vorbildfunktion habe. „Seit ich als Opa mit meinem Enkelkind im Kinderwagen unterwegs bin, gehe ich mit anderen Augen durch die Welt. Erst wenn es Barrieren zu überwinden gilt, sieht man auch, wo es noch hakt.“

Walter richtete seinen Dank unter anderem an Professor Horst Teppert, den man als Architekt „nicht zum Jagen tragen musste. Er war von Anfang an bereit, Anregungen zur Barrierefreiheit umzusetzen.“ Auch der Seniorenbeirat hatte mitgemischt und sich auf die Suche nach Schwachstellen gemacht. Maßgeblich bei der Konzeption des Veranstaltungssaales sei außerdem der Weßlinger Bluesbarde Claus Angerbauer gewesen, erzählte Walter. Angerbauer erblindete vor gut 30 Jahren. Er habe wichtige Anregungen gegeben, damit künftig auch Künstler mit körperlichen Einschränkungen die Bühne betreten können. „Ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis“, betonte Seidl. „Es gibt keine weitere Bühne, die für behinderte Künstler problemlos nutzbar ist.“

ph

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