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Viel zu sehen gibt es bei der Krippenausstellung in Gilching.

Ausstellung

Gilchinger zeigen ihre Krippen-Schätze

Eintreten, abschalten, staunen und zur Ruhe kommen – bei der Krippenausstellung im Pfarrsaal St. Sebastian in Gilching fällt dies ganz leicht. Insgesamt sind dort noch bis einschließlich morgen, 5. Dezember, 44 künstlerisch wertvoll gestaltete Modelle zu bewundern.

Gilching – „Es interessieren sich immer mehr junge Leute für die Krippenkultur“, freut sich Eduard Fuchsberger vom Pfarrgemeinderat St. Sebastian in Gilching. Ins Leben gerufen wurde die Ausstellung im Jahr 2000 durch Winfried Helfenberger und Bernhard Gonska. 2012 kam dann Fuchsberger als federführender Organisator hinzu.

Waren es bisher zwischen 25 bis 30 Krippen, die als Leihgaben zur Verfügung gestellt wurden, hatten sich heuer 19 Aussteller angemeldet, die insgesamt 44 unterschiedliche Modelle präsentieren. Mit dem Aufbau der Stellagen startete das siebenköpfige Krippen-Team am Donnerstagmittag. Am Freitag durften sich dann die Krippenbesitzer an den Aufbau ihrer oberbayerisch bis orientalisch angelehnten Kunstwerke machen. Stilvoll in schwarze Tücher drapiert und individuell beleuchtet – das Saallicht bleibt aus – schafft die Ausstellung eine andächtige Atmosphäre. „Interessant ist, dass selbst Schulkinder, die laut trampelnd und schreiend die Treppe hochrennen, in dem Moment nur noch flüstern, wenn sie den Ausstellungsraum betreten“, erzählt Helfenberger.

Ein Hingucker ist unter anderem eine dreiteilige orientalische Krippe hinter Glas, die Sonja Pflug zur Verfügung stellte. Detailgetreu wird in drei Bildern Marias Verkündigung, die Geburt Jesu und die Flucht nach Ägypten dargestellt. Viel zu entdecken gibt es aber auch bei der Installation, die Helfenberger liebevoll zusammengestellt hat. Der Stall, in dem Jesus geboren wurde, hat der Gilchinger aus dem Holz abgerissener Ställe gebaut, die Schindeln auf dem Dach dienten ursprünglich als Obstkisten und die Jacke eines Schäfers wurde laut Helfenberger aus einem alten Lederhandschuh hergestellt. Ein weiteres Highlight ist eine Ruinenkrippe aus der Werkstatt von Florian Gebhard, Mitorganisator der Ausstellung. Er machte sich außerdem die Mühe, den Werdegang dieser aufwändigen Arbeit anhand von 30 Fotos zu dokumentieren.

Zur Freude der Aussteller sind für heute und morgen an die 250 Schulkinder angemeldet. Weitere Organisatoren sind Conny Engstle, Martina und Leonhard Schlögl sowie Tobias Maiblüh. Geöffnet ist die Ausstellung im Pfarrsaal, Hochstift-Freising-Platz 19, am heutigen Montag von 8 bis 18 Uhr. Am Dienstag ist um 12 Uhr Schluss.

Uli Singer

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