Spatenstich

Grüne boykottieren Westumfahrung

  • schließen

Die Grünen wollen aus Protest nicht am Spatenstich für die Westumfahrung Gilching teilnehmen.

GilchingVon vielen wird dieser Termin seit Jahren herbeigesehnt: Am Freitag, 27. April, findet der Spatenstich für die Westumfahrung Gilching statt. Die Fraktion der Grünen hat gestern angekündigt, dass sie an der Veranstaltung aus Protest nicht teilnehmen wird.

„Für uns steht diese Straße auch für Landschaftszerstörung, Flächenversiegelung und Zerschneidung von Naherholungsgebieten“, schreiben die Gilchinger Grünen-Gemeinderäte Peter Unger, Martin Pilgram und Herbert Gebauer in einem Brief an Bürgermeister Manfred Walter. Es sei seit Jahrzehnten bekannt, dass Straßennetze dynamische Systeme seien, bei denen eine Erweiterung des Angebots für entsprechend mehr Nachfrage sorgt. Die Energiewende, die bis zum Jahr 2035 im Landkreis Starnberg geschafft werden soll, rücke auch durch den Straßenbau in immer weitere Ferne. „Denn Energiewende heißt zwingend auch Verkehrswende. Und ohne Verkehrswende ist unser Klimaziel nicht zu erreichen.“

Westumfahrung soll Ende 2019 fertig sein

Die Grünen fordern eine Verkehrsplanung, die stärker auf sichere Fuß- und Radwege, Carsharing, innerörtliche Bussysteme, Anrufsammeltaxis und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs aufbaue. Stattdessen setze die Mehrheit des Gemeinderates Straßenbaukonzepte einer vergangenen Zeit um, ohne Rücksicht auf die Begrenztheit der Ressourcen und die Verantwortung für die nächsten Generationen zu nehmen. „Das ist für uns kein Grund zum Feiern, und deshalb wird die Fraktion am Spatenstich nicht teilnehmen.“

Die 4,8 Kilometer lange Westumfahrung soll Ende 2019 fertig sein. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Unzählige  Hinweise und drei Überprüfungen
Der Fall ist in Gilching derzeit Gesprächsthema Nummer 1: Ein Unbekannter soll vier kleine Mädchen angesprochen und mit Schokolade und Hundewelpen haben. Seither steht …
Unzählige  Hinweise und drei Überprüfungen
Kiechle: „Bildung ist kein Verlustgeschäft“
Ein frischer Wind in der Politik, eine große Authentizität als Persönlichkeit: Dies war der Eindruck, den Bayerns Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Marion …
Kiechle: „Bildung ist kein Verlustgeschäft“
30-jährige Erfolgsgeschichte
Seit 30 Jahren ist Kempfenhausen ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind. 1988 eröffnete dort die Marianne-Strauß-Klinik für …
30-jährige Erfolgsgeschichte
Literarischer Herbst: Das ist geboten
Für die Veranstaltungsreihe „Literarischer Herbst“ haben Elisabeth Carr und Dr. Gerd Holzheimer wieder besondere Orte ausfindig gemacht. Das sind die Veranstaltungen und …
Literarischer Herbst: Das ist geboten

Kommentare