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Gut 100 Bürger hatten am Donnerstag vergangener Woche gegen den Auftritt von AfD-Politiker André Poggenburg in Gilching protestiert.

Nach dem Auftritt von André Poggenburg in Gilching

Grünen-Gemeinderat Unger verlangt Lokalverbot für AfD

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Vor gut einer Woche war AfD-Rechtsaußen André Poggenburg Gast bei einer AfD-Veranstaltung in Gilching. Gemeinderat Peter Unger fordert nun, Konsequenzen aus dem Auftritt zu ziehen.

Gilching – Gilchings Grünen-Gemeinderat Peter Unger fährt es bei dem Gedanken an die AfD eiskalt den Rücken hinunter. Der jüngste Auftritt von AfD-Rechtsaußen André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt im Schützenhaus (wir berichteten) darf sich seiner Meinung nach nicht wiederholen.

„Um den Widerstand gegen das ausländerfeindliche, rassistische und antisemitische Gedankengut der AfD weiter zu führen“, stellt Unger für die anstehende Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag (Beginn: 19 Uhr, Rathaus) einen Dringlichkeitsantrag. Ziel: Veranstaltungen der AfD „in den auch mit öffentlichen Geldern erbauten und bezuschussten Gilchinger Gaststätten Schützenhaus, Freizeitheim Geisenbrunn und Wirtshaus zum Sportpark“ nach Möglichkeit zu unterbinden.

Habe die Gemeinde keine Handhabe in diese Richtung, sollten zumindest Gespräche mit den Pächtern geführt werden mit dem Ziel, auf freiwilliger Basis der AfD den Zutritt zu verwehren. Auch private Gaststätten sollen gebeten werden, freiwillig keine Räume zur Verfügung zu stellen, fordert Unger. Die AfD gefährde den sozialen Frieden. „Ihr darf in unserer Gemeinde kein Raum gelassen und gegeben werden“, schreibt Unger in der Begründung zu seinem Antrag.

Vor dem Auftritt Poggenburgs am Donnerstag vor einer Woche hatte bereits Gilchings SPD-Vorsitzender und Bundestagskandidat Christian Winklmeier die Pächter des Schützenhauses schriftlich gebeten, seinen Saal der AfD nicht zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig hatte Winklmeier angeboten, die Saalmiete zu übernehmen und ein „Fest der Toleranz“ dort zu feiern. Die Pächter hatten dies abgelehnt – auch mit dem Hinweis darauf, dass es sich bei der AfD nicht um eine verbotene Gruppierung handelt. AfD-Kreisvorsitzender Martin Hebner hatte den Wirt daraufhin für dessen „Standhaftigkeit“ gelobt.

Wie berichtet, hatten etwa 100 Bürger gegen die Veranstaltung der AfD und den Auftritt Poggenburgs demonstriert, darunter die Bürgermeister von Gilching und Wörthsee, Manfred Walter und Christel Muggenthal, sowie der Leiter des gegenüber vom Schützenhaus liegenden Christoph-Probst-Gymnasiums (CPG), Peter Meyer. Unter den Demonstranten waren auffallend viele Schüler des CPG, die in Erinnerung an den von den Nazis ermordeten Namenspatron ihrer Schule weiße Rosen in den Händen hielten.

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