Die Anbetung des Christkindes in voller Pracht: Die Krippe in der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian in Gilching besteht aus hölzernen Figuren, die etwa 80 Zentimeter groß sind. Ausnahme ist ein Hirte, der etwas kleiner geraten ist.
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Die Anbetung des Christkindes in voller Pracht: Die Krippe in der katholischen Pfarrkirche St. Sebastian in Gilching besteht aus hölzernen Figuren, die etwa 80 Zentimeter groß sind. Ausnahme ist ein Hirte, der etwas kleiner geraten ist.

Krippe in St. Sebastian

Heilige Drei Könige sind das neue „Highlight“

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Zuwachs in der katholischen Kirche St. Sebastian in Gilching: Seit dem Neujahrstag schmücken endlich auch Drei Heilige Könige die Szenerie.

Gilching – Und das nicht nur, weil sie etwa aus dem Schrank geholt wurden. Die Könige sind ganz neue Figuren. Bislang wachten nur Maria und Josef, ein Engel, zwei Hirten, Ochs, Esel und ein Schaf über das Christuskind.

Die Krippe mit den stattlichen, 80 Zentimeter großen Figuren ist bereits einige Jahrzehnte alt. „Ich bin seit 1998 in Gilching, da gab es sie schon“, sagt Eduard Fuchshuber, der sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Pfarrgemeinde kümmert. Das genaue Entstehungsjahr kennt er nicht. Was er aber weiß: Die Krippe war viele Jahre lang nicht komplett. „Erst vor drei Jahren haben wir den Ochsen schnitzen lassen“, sagt er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Die Holzbildhauerei Kreutz aus Gröbenzell übernahm damals die Arbeit – und sie fertigte auch jetzt Caspar, Melchior und Balthasar in Handarbeit. Nachdem der Ochs da war, war im Pfarrgemeinderat nämlich die Idee aufgekommen, die Krippe auch noch um die Weisen aus dem Morgenland zu erweitern. Die Kolpingsfamilie Gilching sowie einige private Spender, die anonym bleiben wollen, übernahmen die Kosten. Und nun betrachten die aus Lindenholz geschnitzten Könige das Kind in der Krippe, beten es an und bringen ihre Gaben. „Die Figuren sind sehr ausdrucksstark“, sagt Fuchshuber. Die Holzbildhauer hätten die Szenerie „sehr toll aufgegriffen“, freut er sich. „Das ist nicht bloß eine Figurenansammlung, sondern ein echtes Highlight.“

Es sei „ein großes Hallo“ gewesen, als Pfarrer Franz von Lüninck im Neujahrsgottesdienst der Gemeinde die neuen Figuren vorgestellt und sich bei den Spendern bedankt habe, sagt Fuchshuber. Wie lange die Krippe aufgebaut bleibt, steht noch nicht fest – möglicherweise aber bis Lichtmess am 2. Februar. So lange jedenfalls bleibe der Christbaum stehen, erklärt Fuchshuber. Betrachtet werden können die neuen Figuren in der Pfarrkirche, die auch tagsüber für Besucher offensteht – und natürlich auch am Rande der Gottesdienste. Beispielsweise an Heilig Drei König an diesem Mittwoch, 6. Januar. Der Festgottesdienst mit Sternsingern und der Missa brevis in D-Dur von Mozart beginnt um 10 Uhr und wird live auf dem Youtube-Kanal von St. Sebastian übertragen. Infos unter erzbistum-muenchen.de/pfarrei/st-sebastian-gilching im Internet.  

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