Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Die Skyline im Gilchinger Süden: Kräne, Baustellen, Erdhügel, Baufahrzeuge prägen derzeit das Bild in dem Gewerbegebiet unmittelbar an der Autobahn.

Wirtschaftsentwicklung

Hightech auf der grünen Wiese

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Im Gewerbegebiet Gilching-Süd wird derzeit so viel gebaut wie an keinem anderen Ort im Landkreis – Fixpunkt für Top-Unternehmen.

Gilching – Das Gewerbegebiet Gilching-Süd – unmittelbar an der A 96 gelegen – war schon öfters im Gespräch. Mal, weil im unmittelbaren Anschluss das Logistikzentrum von Aldi entstehen sollte (was die Gilchinger in einem Bürgerentscheid mit deutlicher Mehrheit ablehnten). Mal, weil die Flächen dort jahrelang scheinbar wie Blei herumlagen und nichts voranging. Aktuell aber ist das Gewerbegebiet deswegen im Gespräch, weil sich dort eine Dynamik entwickelt, die im Landkreis ihresgleichen sucht.

Sechs Baustellen laufen derzeit, weitere sind in Vorbereitung. Und nicht nur Bürgermeister Manfred Walter ist entzückt: „Dieses Gebiet hat für uns zusammen mit dem Gewerbegebiet an der Friedrichshafener Straße eine herausragende Bedeutung“, sagt er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Dabei hat er natürlich auch die Gewerbesteuer im Blick, die schon im vorigen Jahr mit 14 Millionen Euro nur so sprudelte.

Dahinter stecken vor allem zwei Männer: Ekkehart Fabian und Dr. Bernd Schulte-Middelich, die Geschäftsführer der Asto-Gruppe. Sie haben das Gebiet an der Friedrichshafener Straße zwischen A 96 und Sonderflughafen Oberpfaffenhofen entwickelt, in dem heute 60 Firmen mit etwa 1000 Mitarbeitern angesiedelt sind. Und sie haben vor zwei Jahren damit angefangen, mehr als 70 000 Quadratmeter Bauland im Gebiet Gilching-Süd zu kaufen und zu entwickeln. „Es wäre schade gewesen, so viele Grundstücke im Speckgürtel von München brachliegen zu lassen“, sagt Schulte-Middelich. Und nachdem absehbar war, dass der andere Standort an seine Kapazitätsgrenze stieß, habe man zugegriffen.

Seitdem können die Asto-Macher eine Erfolgsmeldung nach der anderen über das einstige Stiefkind vermelden. Dabei ist ihnen vor allem wichtig, Firmen anzusiedeln, die thematisch zueinander passen. Das Thema für Gilching-Süd war schnell gefunden: Technologie. Bei der Auswahl der Firmen sind für die beiden Macher mehrere Kriterien ausschlaggebend: „Wir brauchen auch Arbeitsplätze für Menschen, die keine Ingenieure sind“, nennt Fabian als ein Beispiel. Ein weiteres lautet: „Wir legen Wert darauf, dass es Firmen sind, die hier ihre Steuern bezahlen.“

Die mittelständische Struktur soll Garant für eine positive Weiterentwicklung sein, für Hightech auf der grünen Wiese. Bei den Unternehmen kommt dieses Konzept gut an. „Ich glaube, wir passen ganz gut hier hin“, sagt etwa der Entwicklungsvorstand des Elektronenstrahlschweiß-Spezialisten pro-beam, Dr. Thorsten Löwer.

Auch Schulte-Middelich und Fabian werfen den Blick in die Zukunft: „Wir wollen sichere Arbeitsplätze auch noch in 20 Jahren.“ Gut 1200 entstehen aktuell.

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