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Portrait Antonio Inverso mit Hündin Blue, Bürgerkandidat der feien Wähler- Sein Gemeinderatsmandat hat er zurückgegeben.

Kommunalwahl 2020

Antonio Inverso nimmt Gemeinderatsmandat nicht an

Kaum stehen die Ergebnisse der Kommunalwahl fest, gibt es bereits die ersten Verschiebungen. In Gilching hat Antonio Inverso von den Freien Wählern die Reißleine gezogen. Der Bürgermeisterkandidat wird nicht in den Gemeinderat einrücken. Stattdessen wird Heinrich Lenker das FW-Trio im Gemeinderat komplettieren.

Gilching – Kaum stehen die Ergebnisse der Kommunalwahl fest, gibt es bereits die ersten Verschiebungen. In Gilching hat Antonio Inverso von den Freien Wählern die Reißleine gezogen. Der Bürgermeisterkandidat wird nicht in den Gemeinderat einrücken. Stattdessen wird Heinrich Lenker das FW-Trio im Gemeinderat komplettieren.

Inverso zeigte sich enttäuscht von seinem Ergebnis. Der gebürtige Italiener hatte eigens für seine Kandidatur als Gilchinger Bürgermeister die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Doch mit gerade einmal 6,2 Prozent war der 55-Jährige keineswegs zufrieden. „Ich hatte mir erhofft, dass ich wenigstens in die Stichwahl komme“, sagte er nach der Wahl. Da half es auch nicht, dass er für die Freien Wähler mit Pia und Matthias Vilsmayer den Sprung in den Gemeinderat schaffte. Am Dienstag teilte der Handelsvertreter für medizinische Geräte Bürgermeister Manfred Walter schriftlich mit, dass er sein Ehrenamt nicht antreten werde und sich nun intensiv um seine berufliche Karriere kümmern wolle.

Für Heinrich Lenker ist das ein Glücksfall. „Ich bedauere es natürlich, dass Antonio Inverso nicht dabei ist. Aber ich freue mich riesig, dass ich wieder ins Gremium einziehen darf.“ Lenker, viele Jahre für die Freien Wähler im Gemeinderat vertreten, hatte durch den Verlust um einen Sitz den Einzug knapp verpasst. „Ich freue mich auch deshalb so, weil ich ja im Vorjahr einen Antrag auf die Komplettierung der Radwegverbindung zwischen St. Gilgen und Remondis beziehungsweise weiter bis nach Wörthsee gestellt hatte. Jetzt kann ich dranbleiben und mit dazu beitragen, dass nicht nur das Radwegenetz verbessert wird, sondern auch das Mobilitätskonzept vorankommt“, betonte der 64 Jahre alte Projektleiter.

Gelassen blieb Matthias Vilsmayer. „Antonio Inverso ist ein Mensch, der nur so sprudelt vor Ideen und auch mit Begeisterung in den Wahlkampf gegangen ist. Da kann ich gut verstehen, dass er bei dem Ergebnis sich jetzt lieber auf seine berufliche Laufbahn konzentriert, zumal er gerade eine neue Stelle angetreten hat“, sagte er. „Gleichzeitig freue ich mich natürlich, dass ich weiterhin mit Heinrich Lenker zusammenarbeiten und Projekte anschieben kann.“ Er verfüge über jahrelange Erfahrungen und sei auch wegen seiner weitsichtigen und umgänglichen Art ein optimaler Partner, der auch von den Kollegen geschätzt werde.

Keine Bewertung zu der Angelegenheit wollte Manfred Walter abgeben. Nur so viel: „Es ist das gute Recht eines jeden gewählten Gemeinderates, innerhalb von einer Woche ohne Gründe den Verzicht auf das Mandat anzumelden.“ 

Uli Singer

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