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Lufttaxi beim Landen: Zuvor ging es senkrecht nach oben.

Lilium Aviation

Elektro-Flugtaxi: Bald auch mit Passagieren?

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Die Zukunft ist jetzt: Das elektrisch betriebene Flugtaxi der Firma Lilium Aviation aus Gilching hat am Wochenende seinen Jungfernflug gemeistert.

Gilching – Es wirkt alles ein bisschen wie im Film, der Ort, die Hauptdarsteller und die Handlung: Eine Mannschaft aus hoch motivierten jungen Wissenschaftlern und Technikern entwickelt eine Art fliegendes Auto und lässt es zum ersten Mal erfolgreich in die Luft gehen. Und zwar senkrecht, wie in Science-fiction-Filmen – und alle in der Flugzeughalle jubeln.

Die Start-up-Firma Lilium Aviation aus dem Gilchinger ASTO-Park an der Friedrichshafener Straße will diese Art Lufttaxi, ein Elektro-Jet, für einen breiten Markt entwickeln und erschließen (wir berichteten). Der Traum von Firmengründer Daniel Wiegand: in fünf Minuten durch die Luft von Manhattan zum New Yorker Flughafen JFK. Auf dem Weg dorthin haben er und sein Team eine wichtige Hürde genommen: Ihr ferngesteuerter Zweisitzer hat vergangenen Donnerstag mit Erfolg seinen Jungfernflug absolviert. Auf Youtube haben das seit Donnerstag mehr als 1,4 Millionen Nutzer verfolgt.

Der Jungfernflug fand nach Informationen des Starnberger Merkur auf einem Flugfeld bei Mindelheim statt. Lilium Aviation will bis auf die Erfolgsmeldung nichts weiter dazu mitteilen. Auf dem Video, das Lilium Aviation ins Netz gestellt hat, ist der weiße, lebensgroße Prototyp zu sehen, wie er senkrecht in die Luft steigt und dann losstartet. „Der Flug war unbemannt“, sagt Lilium-Sprecherin Mareike Mutzberg. Seine Funktion als Taxi hat der E-Jet noch nicht wahrgenommen: „Ein bemannter Flug hat noch nicht stattgefunden“, so die Sprecherin. Es gebe mehrere flugfähige Prototypen, aber bisher nur den einen lebensgroßen. Jetzt macht sich das Team an die nächste Stufe: ein Fünfsitzer. 2019 soll er fliegen.

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