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Starke Niederschläge sind im Juni im Landkreis Starnberg nicht ungewöhnlich: Gewitterwolken über Wangen (2010), Überflutung in Perchting (2013) und überflutete Unterführung bei Pöcking (2010). Ob es am Wochenende den Landkreis trifft, ist nicht absehbar.

Wetter-Warnungen

Gewitter auch am Sonntag

Starnberg – Für den Landkreis Starnberg gibt es auch für den Sonntag Warnungen vor Gewittern mit Starkregen. Bisher hatte die Region großes Glück.

Es bleibt feucht: Am Sonntagmorgen gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine neue Vorwarnung für den Landkreis Starnberg heraus – wie für fast ganz Bayern und wie am Samstag auch schon. Demnach kann es zwischen Sonntag, 10 Uhr, und Montag, 2 Uhr, zu weiteren schweren Gewittern kommen, die 25 bis 40 Liter Regen je Quadratmeter und eventuell sogar Hagel mitbringen. Wie die Unwetter genau über Süddeutschland ziehen, kann derzeit niemand vorhersagen – es kann den Landkreis treffen, aber auch nicht. Der Wetterdienst Meteomedia (unwetterzentrale.de) beurteilt die Lage ebenso. Das Problem dabei: Die Gewitter ziehen langsam oder bleiben gar stationär - das erhöht die Niederschlagsmenge.

Bisher kam es im Landkreis zu keinen unwetterbedingten Vorfällen. In Tutzing musste die Feuerwehr einen Stall prüfen, in den Wasser lief. Handlungsbedarf gab es nicht - der Stall wird es Lagerhalle genutzt.

Dabei hat der Landkreis schon eine ganze Menge Regen abbekommen, wenn auch nicht so viel wie Peißenberg – dort fielen allein am Freitag bis zu 60 Liter je Quadratmeter. An einer Messstation des Landesamtes für Umwelt in Gilching wurden am Freitag (3 Uhr bis Samstag, 3 Uhr) mehr als 16 Liter gemessen, im nahen Gut Hüll 22,5 Liter. Regionale Unterschiede zeigen sich auch im Landkreis: In Rothenfeld bei Andechs wurden in dieser Zeit nur 9,6 Liter je Quadratmeter registriert. In den meisten Teilen des Landkreises Starnberg kamen zwischen 12 und 16 Liter vom Himmel; weniger stark waren eben Andechs betroffen und der Nordwesten um Inning und den Wörthsee. 

Am Samstag kam zwar Regen dazu, aber nicht in dem befürchteten Maß. Betroffen waren Bereiche um Herrsching und Weßling. In Gilching fiel gar kein Regen.

Die Pegel von Flüssen und Seen sind derzeit unkritisch. Zwar sind die gestiegen, von Meldestufen jedoch sind sie noch ein gutes Stück entfernt. Bei kleineren Gewässern wie Dorfteichen ist das unter Umständen anders, sie sind vielfach voll – wie der Boden, der stellenweise kaum noch weiteren Niederschlag wird aufnehmen können. Bei einem Wolkenbruch sind daher Ausuferungen oder Überflutungen möglich.

Aktuelle Warnung

Derzeit (Stand: 13.45 Uhr) gilt nur die allgemeine Vorwarnung, keine konkrete Warnungen.

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