Die Polizei kam in Gilching einem verirrten Lkw-Fahrer zur Hilfe.  Foto: dpa
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Die Polizei kam in Gilching einem verirrten Lkw-Fahrer zur Hilfe.

Handwerker rettet Situation

Lkw verirrt sich in die Waldstraße

Ein französischer Lkw-Fahrer ist am Mittwoch Opfer seines Navis geworden. Jedenfalls blieb er mit seinem Lkw samt Anhänger in der Waldstraße in Gilching stecken. Bis das Problem gelöst war, vergingen mehr als zwei Stunden.

Gilching – Was war geschehen? Wie Andi Ruch, Vize-Chef Polizei in Germering berichtet, verirrte sich der französische Lkw-Fahrer um 16.40 Uhr in die Waldstraße. Beladen hatte er einen Mini Cooper und einen Mercedes. Nachdem der 56-Jährige Fahrer des Lkw mit seinem langen Gefährt aufgrund missglückter Fahrmanöver schon auf beiden Straßenseiten zwei Zäune touchiert hatte, blieb er schließlich einfach stehen. Anwohner verständigten die Polizei. Die Streifenbeamten stellten bei der Überprüfung der Papiere erstmal fest, dass der Lkw-Fahrer gar nicht im Besitz der notwendigen Fahrerlaubnis C1E für seinen dicken Brummi war, sondern nur C1C. Nachdem dies geklärt war, durfte sich der Mann natürlich nicht mehr an das Steuer seines Zugfahrzeugs setzen, um die blockierte Straße mit Polizeiunterstützung wieder frei zu machen. Ein Kollege der Polizei Germering, der den erforderlichen Führerschein hat, war gerade bei einem Unfall auf einer entfernteren Autobahn im Einsatz.

Nach ein bisschen hin und her und viel Kommunikation fand sich schließlich ein 51-jähriger Handwerker, der auf einer Baustelle in der Nähe tätig war und sich sofort bereit erklärte, das festgefahrene Gespann zurückzusetzen und anschließend ordnungsgemäß am Straßenrand zu parken. „Nach rund 2,5 Stunden war die Waldstraße wieder befahrbar“, sagt Ruch. Der Fahrzeugschlüssel wurde sichergestellt und von einem Fahrer der Autotransportfirma aus Leinfelden nachts bei der Germeringer Inspektion abgeholt.

Der 56-Jährige Fahrer indessen hat wohl ein Verfahren am Hals. Wer sich nun fragt, warum der Anhänger nicht einfach abgekuppelt wurde: „Der schwere Anhänger war ohne das Zugfahrzeug nicht zu bewegen“, erklärt Ruch. Abgesehen davon: „Die geladenen Fahrzeuge waren zu wertvoll, um sie nachts einfach herumstehen zu lassen.“

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