Prozess

Männer nach Zerstörungswut an Schulen vor Gericht

Zwei Männer mussten sich vor Gericht verantworten: Vor drei Jahren hatten sie Fassaden und Dächer Gilchinger Schulen beschädigt.

Gilching – Vor knapp drei Jahren hatten unbekannte Täter an Fassaden und auf Dächern des Christoph-Probst-Gymnasiums und der Arnoldus-Grundschule in Gilching Schaden in fünfstelliger Höhe verursacht. Zwei der möglichen Täter müssen sich seit gestern am Starnberger Amtsgericht wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung verantworten: ein Koch (29) und ein Gastronomiebeschäftigter (28), beide aus Herrsching.

Ihnen wird zur Last gelegt, in einer Nacht Ende Oktober 2014 die Fassaden der unmittelbar benachbarten Schulen mit Präzisionsschleudern und Farbbeuteln beschossen und beschädigt zu haben. Außerdem wurden Außenwände und Fenster durch Graffitis beschmiert und eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des CPG leicht ramponiert. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Gesamtschaden auf 16 453,88 Euro.

Hausmeister wurde von „schussartigen“ Geräuschen geweckt

Während die Angeklagten zur Sache schwiegen, zielten ihre beiden Verteidiger darauf ab, die Beweislast des Staatsanwalts zu erhöhen. Tenor: Wenn sogar die vom Hausmeister des Gymnasiums herbeigerufene Polizei davon gesprochen habe, dass weitere unbekannte Täter mit von der Partie gewesen sein könnten – wie sei dann der individuelle Tatbeitrag mit ausreichender Sicherheit den Beschuldigten zuzuordnen? 

Der als Zeuge gehörte Hausmeister hatte, von „schussartigen“ Geräuschen geweckt, in der fraglichen Nacht zwar einen sprayenden Täter ertappt und bis zu einem nahen Wäldchen verfolgt, der mit Hilfe von zwei Beamten der PI Germering im Gebüsch Erwischte sei dann aber jemand anderes gewesen. Hier knüpft die Verteidigung nun an: Zur Prozessfortsetzung nächste Woche soll der Beamte geladen werden. 

Von Thomas Lochte

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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