Weit gereist: Sogar bis Strande an der Ostsee hat es eins der Gilchinger Maibäumchen geschafft.
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Weit gereist: Sogar bis Strande an der Ostsee hat es eins der Gilchinger Maibäumchen geschafft.

Guichinger Brauchtum

Maibäume von Ostsee bis Alicante

  • Hanna von Prittwitz
    vonHanna von Prittwitz
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Dass sie so einschlagen würde, die Maibaum-Aktion des Vereins Guichinger Brauchtum, das hätte sich dessen Chef Rene Weber nie vorgestellt. 260 Stück hat der Verein in Handarbeit produziert. Zwei Bäume haben es sogar in den deutschen Norden und bis nach Spanien geschafft.

Gilching – 260 kleine Maibaume, 260 Bausätze mit zig Einzelteilen, alle in Handarbeit gefertigt: hinter den Vorstandsmitgliedern des Vereins Guichinger Brauchtum liegen arbeitsreiche Wochen. „Jetzt ist die Aktion vorbei“, stellte Vorstandschef Rene Weber gestern fest. Denn mal ganz abgesehen von der Organisationsarbeit hatte Weber auch einen Pressetermin nach dem anderen. Bundesweit berichteten Zeitungen und Radiosender über den liebenswerten Einfall der Gilchinger, die mit ihrem 33 Zentimeter hohen Bäumchen ein bisschen Maifeier in die Gilchinger Haushalte bringen wollten (wir berichteten). Dabei feiern den 1. Mai nicht nur die Daheimgebliebenen.

„Wir haben grundsätzlich keine Maibäume verschickt“, erklärt Weber. Zwei haben es dann aber doch in die Ferne geschafft. Einer landete bei Markus Schwarz, ehemaliger Gilchinger Plattler mit Wohnsitz im spanischen Alicante. „Den haben wir damals auch zu seiner Hochzeit besucht“, erzählt Weber. Also kein Thema, ein Bausatz musste nach Spanien. Ein zweiter landete in Ellerau bei Hamburg bei der Familie Heise. „In Gilching wohnt ein Cousin meiner Frau“, erzählt Christian Heise. Sie hätten die Idee so toll gefunden, dass die Cousine sich erbarmte und den Bausatz in den Norden schickte. „Die Bedingung war, dass wir den fotografieren“, lacht Heise. Also fuhr er mit Ehefrau Dagmar nach Strande ans Meer und setzte das Bäumchen in Szene. Das Ergebnis ist auf der Facebook-Seite von Guichinger Brauchtum zu sehen, allerdings nicht ohne den heiteren Hinweis, dass der Schienenkern falschrum ist. Und dass ja auch noch gar nicht der 1. Mai ist. Sei es drum. „Mich hat an der Aktion vor allem gefreut, dass es noch so viel Interesse an der Tradition gibt“, sagt Weber.

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