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Discounter Aldi darf im Fachmarktzentrum Gilching-Süd erweitern, weil das auch dem benachbarten Droger iemarkt zugestanden worden war. 

Fachmarktzentrum Gilching

Müllers Recht gilt auch für Aldi

Der Discounter Aldi darf im Gewerbegebiet Gilching nun doch erweitern. Und ein bisheriger Frisörladen wird künftig einen Imbiss beherbergen.

Gilching Nun also doch. Ursprünglich hatten der Bauausschuss des Gilchinger Gemeinderates sowie das Landratsamt Starnberg den Aldi-Antrag auf Erweiterung der Verkaufsfläche im Fachmarktzentrum Gilching Süd im Mai vorigen Jahres abgelehnt. Dagegen legte der Discounter Klage ein. Das Verwaltungsgericht gab dem Antragssteller Recht.

Grundsteinlegung für den Gewerbepark Gilching Süd war im Juni 2004. Laut Bebauungsplan waren für den Einzelhandel im so genannten Fachmarktzentrum höchstens 2500 m² Verkaufsfläche vorgesehen. Aldi hatte im Vorjahr eine Erweiterung der Verkaufsfläche um 138,80 auf 1041,69 m² beantragt. Das hätte eine Überschreitung der im Bebauungsplan festgesetzten Gesamtfläche bedeutet, weshalb der Antrag abgelehnt wurde.

Die Genehmigungsbehörde hatte allerdings zugestimmt, dass im benachbarten Drogeriemarkt Müller die ursprünglich zwei Verkaufsräume zusammengelegt wurden. Damit war eine Gesamtverkaufsfläche von 1080,72 m² entstanden. Gleiches Recht für alle, stellte das Verwaltungsgericht bei einem Ortstermin fest und erklärte den ursprünglichen Bebauungsplan für obsolet. Da Aldi auf eigener Fläche auch 14 zusätzliche Stellplätze nachweisen konnte, steht der Erweiterung nichts mehr im Wege. Dem Bauvorhaben stimmte der Ausschuss am Montag planungsrechtlich zu.

Abgesegnet wurde außerdem die Umnutzung eines Frisörladens in eine Imbissfläche. Es ist bereits der dritte Frisör in Folge, der im Fachmarktzentrum nicht glücklich geworden ist und daher ebenfalls ins Gilchinger Ortszentrum umzieht. Eine weitere Imbissstätte macht insofern Sinn, da sich im Gewerbepark mittlerweile viele Firmen angesiedelt haben, deren Mitarbeiter das nahe gelegene gastronomische Angebot schätzen. Außer einem Bäcker gibt es bisher eine Pizzeria und ein vietnamesisches Restaurant.

Auf der Tagesordnung der Bauausschusssitzung stand außerdem die formelle Berichtigung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet Argelsried-Nord. „Wir mussten unter anderem beim Emissionsschutz und bei der Grundflächenzahl aufgrund von Einwendungen nachbessern“, erklärte Bauamtsleiter Max Huber. Im März wird der Plan erneut ausgelegt. An die Verteilung der Flächen geht es frühestens im Mai.

„Wir haben weit mehr Anfragen, als dort Platz vorhanden ist. Es können aber noch Bewerbungen eingereicht werden. Ausgeschlossen sind jedoch Einzelhandelsgeschäfte.“ Welche Firmen den Zuschlag bekommen werden, darüber wird der Gilchinger Gemeinderat zu entscheiden haben.

Uli Singer

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