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Symbolfoto

Eigentümer spricht

Neues Feuerwehrhaus in Gilching: Darum ist der Grundstücks-Deal geplatzt

Jetzt spricht der Vertreter der Eigentümer des Grundstücks Starnberger Weg/Lilienthalstraße, auf dem ursprünglich das neue Feuerwehrgerätehaus hätte entstehen sollen. Er wehrt sich gegen den Vorwurf, einen „exorbitanten Kaufpreis“ gefordert zu haben.

Gilching – Diesen Vorwurf will der Gilchinger Günter Revilak nicht stehen lassen: In der jüngsten Gemeinderatssitzung hatte Bürgermeister Manfred Walter gesagt, die Verhandlungen für den Bau eines Feuerwehrhauses auf der Fläche Ecke Starnberger Weg/Lilienthalstraße seien am „exorbitanten Kaufpreis“ des Grundstücks gescheitert. Laut Revilak sei der Vorschlag sowohl für die Kommune wie auch ihn als Grundstückseigner von Vorteil gewesen. Walter hingegen spricht von einem „rechtswidrigen Koppelungsgeschäft“.

Das Grundstück befindet sich gegenüber vom jetzigen Feuerwehrhaus und war ursprünglich Favorit für ein neues Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr. Revilak, der im Namen seiner Tochter die Grundstücksverhandlungen mit der Kommune geführt hat, ist enttäuscht. In einem ausführlichen Schreiben an alle Gemeinderäte habe er seine Idee erklärt, doch bis heute keine Antwort erhalten.

Sein Vorschlag lautet: das komplette, teils als Acker genutzte Areal an der Lilien-thalstraße als Bauland auszuweisen. „Wir, das sind acht Grundstücksbesitzer, könnten uns dort gut eine großzügige Wohnbebauung vorstellen. Von der Gesamtfläche könnten dann 50 Prozent der Gemeinde für ihre Zwecke überlassen werden, ohne dass große Kosten für die Kommune anfallen.“ Nach Meinung Revilaks würden damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. „Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum, der dort entstehen könnte. Und auch das Feuerwehrgerätehaus hätte ausreichend Platz, um später noch erweitert werden zu können.“

Dass die Fläche größtenteils im Grünzug liegt, stört Revilak nicht. „Es ist doch schon lange kein Grünzug mehr. Bei der Aussicht auf bezahlbaren Wohnraum zählt dies für uns weit mehr, als der Grünzug. Wohnen ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen und hier könnten einige hundert Wohnungen problemlos geschaffen werden.“

Es habe zwar gute Gespräche gegeben, dennoch seien die Grundstücksverhandlungen gescheitert, konterte Bürgermeister Manfred Walter gestern auf Anfrage des Starnberger Merkur. „Bei dem Vorschlag, den Herr Revilak gemacht hat, wäre uns mit Sicherheit die Rechtsaufsicht aufs Dach gestiegen. Es handelt sich hier eindeutig um ein rechtswidriges Koppelungsgeschäft, Baulandausweisung gegen Grundstück. Diese Art von Geschäften hat schon einige Bürgermeister in arge Bedrängnis gebracht. Als wir den vielleicht gut gemeinten Vorschlag ablehnten, hätten wir das favorisierte Grundstück aber nur gegen einen exorbitanten Kaufpreis bekommen. Das wurde unsererseits abgelehnt.“

Neuer Favorit ist der nur wenige Steinwürfe entfernt gelegene Festplatz.  hvp

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