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Platz für Sport für Alt und Jung: In Gilching schaut es ganz so aus, als wäre für eine neue Dreifach-Turnhalle zumindest schon der Standort gefunden. 

Ortsentwicklung

Ein Abschied und neue Möglichkeiten

Die Firma Zelenka verlässt die Gemeinde Gilching. Nun wird das gesamte Areal überplant. Auch der Bau einer Dreifachturnhalle für den TSV ist denkbar. 

Gilching – Das Gerücht kursierte bereits. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend bestätigte Gilchings Bürgermeister Manfred Walter, dass die Traditionsfirma Zelenka, heute Futronika AG, die Gemeinde verlassen wird. Das großzügige Gelände an der Frühlingstraße soll unter anderem als möglicher Standort für die neue Dreifachturnhalle untersucht werden.

Am östlichen Ortsrand von Gilching im Bereich Flurgrenzstraße/Frühlingstraße wird sich in den nächsten Jahren das Ortsbild verändern. Wie berichtet, ist nicht nur die Erweiterung der Kletterhalle mit Boulder-Abteilung geplant. Angrenzend sollen zudem die neue Skateranlage und Parkplätze entstehen. Auf Planungsebene ist nun ein neues Areal hinzugekommen, nämlich die Fläche, auf der seit 1974 die Firma Zelenka ihren Sitz hatte.

Um eine geordnete städtebauliche Entwicklung auf den Weg zu bringen, wird ein Bebauungsplan notwendig, erklärte Walter. „Uns liegt zudem ein Antrag des TSV Gilching-Argelsried vor, einen Standort für die Errichtung einer neuen Dreifachsporthalle zu finden. Außerdem sind die Errichtung eines neuen Kinderhauses im Bereich der Waldkolonie sowie der Bau von Wohnungen vorgesehen.“ Überplant werden insgesamt etwa sechs Hektar.

Das großzügige Areal bei Zelenka soll zudem bei der Prüfung für die Dreifachturnhalle mit zwei weiteren Standorten berücksichtigt werden. „Ziel ist, eine nachhaltig städtebauliche Entwicklung unter Berücksichtigung des Immissionsschutzes und dem Erhalt des Grünzuges. Übergeordnet steht die Schaffung eines gemischt genutzten Bereiches aus Wohnen sowie Anlagen für soziale und sportliche Zwecke“, betonte Walter.

Insbesondere die Skateranlage brachte Rosmarie Brosig (BfG) auf die Palme. „Durch dieses permanente Klack Klack wird das Ruhebedürfnis der Anwohner erheblich gestört. Diese Lärmbelästigung darf nicht zugelassen werden“, forderte sie. Dass sich bereits ein Anwohner massiv darüber beklagt hatte, konnte auch Walter vermelden. „Er hat uns sogar eine Unterlassungserklärung geschickt, die wir innerhalb von vier Wochen unterschreiben und erklären sollten, dass auf die Skateranlage verzichtet wird.“ Die Befürchtungen seien jedoch unbegründet, da die Anlage tiefer gelegt und eingehaust werde, sagte Walter.

Margarethe Blunck (ÖDP) regte an, für Eltern mit Kleinkindern einen Spielplatz zu schaffen. „Es gibt den Abenteuerspielplatz für die Älteren, für die Kleinsten aber gibt es da hinten nichts.“ Gegen die Stimmen von Brosig und Christian Bauer (CSU) beschloss das Gremium schließlich die Aufstellung des Bebauungsplans.

Uli Singer

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