24-Stunden-Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof: Entscheidung ist gefallen

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Die Bankdirektoren Reinhold Coulon (l.) und Wolfgang Schneider zeigen erste Pläne des neuen Gebäudes.

Ortszentrum

Wohnen, arbeiten, einkaufen im Zentrum

Ein Geschäfts-, Ärzte- und Wohnhaus im Herzen Gilchings: Kommt nichts mehr dazwischen, entsteht auf der Baugrube an der Ecke Römer-/Rathausstraße ein viergeschossiger Neubau.

Gilching – Das ehemalige Posthochhaus an der Römerstraße wurde bereits vor wenigen Monaten dem Erdboden gleichgemacht. Nachdem Bürgermeister Manfred Walter vorige Woche dem Starnberger Merkur bereits erste Angaben über die künftige Nutzung gemacht hatte, präsentieren die Direktoren der Raiffeisenbank Gilching, Wolfgang Schneider und Reinhold Coulon, nun Details. Insgesamt wird das Gebäude vierstöckig, wobei das linke Drittel zwecks freien Blickes auf den Steinberg nur mit einem Obergeschoss bestückt wird. Auf dem Grundstück vor dem Gebäude bleibt der bestehende kleine Erholungspark mit den drei Bäumen bestehen.

Supermarkt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche

Im Erdgeschoss ist ein Supermarkt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche plus angrenzender Apotheke mit weiteren 200 Quadratmetern vorgesehen. Im ersten Stockwerk wird sich die Radiologie einquartieren, die derzeit in einem Container an der Römerstraße untergebracht ist. „Der Container war lediglich eine Interimslösung, um die Zulassung nicht zu verlieren“, erklärt Schneider im Gespräch mit der Heimatzeitung. 

„Es war aber von Anfang an geplant, dass die Radiologie in unserem neuen Gebäude unterkommt. Der Bedarf dafür ist sehr groß.“ Die restlichen Räume im ersten sowie der komplette zweite Stock sind für den medizinischen Bereich vorgesehen. Schneider: „Heute geht der Trend zu Doppelbelegungen von Arztpraxen. Das kann gleich von Anfang an berücksichtigt werden.“ Der dritte und vierte Stock ist für insgesamt zwölf Zwei- bis Vierzimmerwohnungen reserviert.

„Die Planungen waren gar nicht so einfach“

Das Interesse ist offenbar bereits groß. Insbesondere für den Supermarkt hätten sich etliche Gilchinger Unternehmen vormerken lassen, sagt Schneider. Wer letztendlich den Zuschlag bekommt, steht noch nicht fest. Keiner der Bewerber habe vor, seinen bisherigen Laden zu schließen. Vielmehr erweitere der neue Supermarkt im Ortszentrum das Warenangebot.

Seit dem Abriss des ehemaligen Post-Hochhauses Ende Juni vorigen Jahres ist die Fläche eine Brache.

„Die Planungen für die Fläche waren gar nicht so einfach“, sagt Schneider. „Schuld daran war das ablaufende Wasser vom Steinberg, das irgendwie gebändigt werden muss. Dazu waren einige Gutachten und Probebohrungen notwendig.“ Zumal unterhalb von Supermarkt und Apotheke eine zweistöckige Tiefgarage mit rund 100 Stellplätzen den Verkehr aufnehmen soll. „Die Tiefgarage wurde so konzipiert, dass sie absolut benutzerfreundlich sein wird“, ergänzt Reinhold Coulon.

„Eine bessere Geldanlage gibt es derzeit nicht“

Die beiden gleichberechtigten Bankdirektoren hoffen, bis Ende März mit den Planungen so weit zu sein, dass der Bauantrag gestellt werden kann. Danach liegt es an den Genehmigungsbehörden, wann die Bauarbeiten starten können. Coulon: „Wir halten uns exakt an den Bebauungsplan, der auch in Kooperation mit den Bürgern verabschiedet wurde. Deshalb kann fast nichts mehr dazwischenkommen. Außerdem haben wir einen erfahrenen Projektplaner mit eingeschaltet. Mit der Fertigstellung des Gesamt-Ensembles rechnen wir bis Anfang 2020.“

Finanziert wird das Projekt durch Einlagen von Mitgliedern und Kunden. „Eine bessere Geldanlage, als in Wohn- und Geschäftsräume zu investieren, gibt es derzeit nicht“, sagt Schneider. Über die Investitionssumme hüllen sich die Banker in Schweigen.

Von Uli Singer

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