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Wunderkerzen an zur Eröffnung. Leonie Artus hält die Torte, während Felix Brombacher (r.) und Florian Riedl für ein kleines Feuerwerk sorgen. 

Jugendtreff

Nun passt Brandschutz in der "Katakombe"

Gilching – Der Clubs konnte nach elfmonatiger Sanierung wieder eröffnen. Jugendliche übernehmen viele Arbeiten in Eigenregie.

Erfolgsmodell Selbstverwaltung: Bereits seit 1998 organisiert die Evangelische Jugend von St. Johannes in Gilching ihren Jugendtreff „Katakombe“ in Eigenregie. Ein Aus gab es vor einem Jahr wegen mangelndem Brandschutz. Nach elf Monaten Sanierungsarbeiten wurde am Freitag Wiedereröffnung gefeiert. Es war das Landratsamt, das nach einer Begehung des evangelischen Gemeindehauses St. Johannes Gilching-Weßling vor gut einem Jahr fehlenden Brandschutz feststellte. Es blieb der Kirchenverwaltung nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen und aufwändige Sanierungsarbeiten in Auftrag zu geben.

Lob der Pfarrer für die Jugendlichen

Während die Maßnahme im Gemeindehaus nebenher durchgeführt wurde, musste das Jugend-Cafe im Untergeschoss seinen Betrieb postwendend einstellen. Nach elf Monaten Pause war es soweit, dass Einweihung der „Katakomben“ gefeiert werden konnte. Unter anderem wurden neue Fluchtwege und eine neue Heizung eingebaut. Der offizielle Festakt fand im Beisein von rund 45 Gästen im Gemeindesaal im Erdgeschoss statt. 

Zur Einstimmung spielte die hauseigene Band. Lobende Worte für das Engagement der Jugendlichen, die sowohl die Bauleitung beziehungsweise viele Arbeiten in Eigenregie übernommen hatten, gab es seitens der evangelischen Pfarrerin Dorothea Bezzel und des Jugendpfarrers Constantin Greim. „Ihr habt alles wunderbar gestaltet“, sagte Bezzel. „Nun bleibt zu hoffen, dass das Jugend-Cafe ein Treffpunkt für alle Jugendlichen wird.“

„Im Laufe des Abends waren über 100 Jugendliche da"

Als Dank an die ehrenamtlichen Bauleiter Felix Brombacher und Florian Riedl und in Anlehnung an die Bezeichnung des Jugend-Cafes gab es unter anderem ein 280 Seiten dickes Werk mit dem Titel „Das unterirdische Rom – Katakomben, Bäder und Tempel“. Nach dem offiziellen Teil ging es ins Untergeschoss. Das rote Band durchschnitten die beiden Pfarrer sowie Felix Brombacher und Florian Riedl. 

Aus den einst düsteren Katakomben sind nun zwei freundliche und gemütliche Räume mit Bar und Kuschel-Lounge geworden. Finanziert wurde der Umbau durch Spenden und durch Zuschüsse der politischen wie christlichen Gemeinden. Gefeiert wurde bis weit nach Mitternacht. „Es waren im Laufe des Abends über 100 Jugendliche da. Darunter viele, die das erste Mal reinschauten“, freut sich Riedl.

Von Uli Singer

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