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Nachts in Argelsried

Randale am Bahnhof: Betrunkener greift Lokführer, Bahnwache und Polizei an

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Gilching - Ein 21 Jahre alter bosnischer Wachmann aus Weßling ist in der Nacht zum Dienstag am S-Bahnhof Gilching-Argelsried völlig ausgerastet.

Gegen 0.45 Uhr lief der Mann zunächst über die Gleise. Das bemerkte eine Streife des DB-Sicherheitsdienstes und forderte der Mann auf, den Gleisbereich zu verlassen. Dieser Aufforderung kam der völlig uneinsichtige 21-Jährige allerdings nicht nach. Im Gegenteil: Die Situation spitzte sich in den folgenden Minuten dramatisch zu. Es entwickelte sich ein Gerangel der drei Männer am Bahnsteig. Zur selben Zeit fuhr eine S-Bahn in den Bahnhof ein. Der 26-jährige Lok-Führer beobachtete das Gerangel, stieg aus dem Zug aus und wollte der DB-Streife zu Hilfe eilen. 

Allerdings schlug der 21-Jährige dem Zugführer sofort mit der Faust ins Gesicht. Unmittelbar nach dieser Attacke trafen zwei alarmierte Streifen der Germeringer Polizei am Tatort ein. Der Angreifer zeigte sich jedoch auch gegenüber den vier Polizeibeamten völlig uneinsichtig, widersetzte sich lautstark der Aufforderung, sich auszuweisen. Nachdem er die Anwesenden unter anderem als „Ratten“, „Nigger“, „Scheiß Bullen“ und „Scheiß Deutsche“ beleidigt hatte, versuchte der Bosnier, den unmittelbar vor ihm stehenden Polizeibeamten zu schlagen. 

Der Polizist konnte dem Faustschlag jedoch ausweichen. Daraufhin überwältigten ihn die Beamten und fesselten ihn mit Handschellen. Während der Fahrt zur Inspektion und auch in der Germeringer Wache beleidigte der 21-Jährige die Beamten durchgehend mit übelsten Schimpfwörtern. Einem Polizisten drohte er unter anderem damit, ihm mit der Machete den Kopf abzuschlagen.

Selbst der verständigte Vater des 21-Jährigen konnte seinen Sohn nicht beruhigen. Im Gegenteil: Er beleidigte seinen Vater und wollte - kaum hatten die Polizisten ihm die Handschellen abgenommen - schon wieder auf die Beamten losgehen. Die Polizei brachte den offensichtlich unter massivem Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden Mann schließlich in eine nahe gelegene geschlossene Einrichtung verbringen, in der er sich auch einer entsprechenden psychiatrischen Begutachtung wird unterziehen müssen. 

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