Berufliches Schulzentrum

Raumnot dank FOS und Flüchtlingen

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Starnberg - Die FOS und die Flüchtlinge sorgen dafür, dass die Schülerzahl am Beruflichen Zentrum Starnberg wächst und wächst. Im Februar eröffnet die Schule die erste Klasse außerhalb Starnbergs: im Jugendhaus in Gilching. Und die Schule braucht noch mehr Platz.

Das Schulgebäude an der Von-der-Tann-Straße in Starnberg, das ehemalige Telekom-Gebäude an der Gautinger Straße, der Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr, der Sitzungssaal beim Abfallwirtschaftsverband an der Moosstraße: Das Staatliche Berufliche Zentrum Starnberg breitet sich aus und schreibt eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. 2205 Schüler besuchen derzeit die Schule. Im Februar kommen weitere 16 bis 20 Schüler dazu, erstmals außerhalb von Starnberg. Eine vorbereitende Berufsintegrationsklasse (BIKV) für Flüchtlinge wird im Jugendhaus in Gilching unterkommen. Das Landratsamt sucht weiter nach Räumen in Starnberg.

Schulleiter Peter Dahmer ist trotz der vielen Herausforderungen der jüngsten Zeit sehr gelassen. Die Fachoberschule, die es seit 2015 unter seinem Dach gibt, boomt. Anders lässt sich das nicht beschreiben. 2015/16 hat man mit vier Klassen angefangen. 2016/17 kamen sechs weitere hinzu, insgesamt sind es derzeit rund 280 Fachoberschüler. „Nächstes Jahr rechnen wir mit 14 Klassen plus zwei.“ Zu den sechs elften und zwölften kämen sicher mindestens eine 13., die die Schüler zur Allgemeinen Hochschulreife führt, und eine Vorbereitungsklasse. „Genaues wissen wir erst nach der Anmeldung im Februar.“

Die andere Herausforderung sind die Klassen für die jungen Flüchtlinge. Rund 120 junge Asylbewerber besuchen derzeit die sechs Berufsintegrationsklassen, vier davon sind vorbereitende Berufsintegrationsklassen. In den Vorbereitungsklassen werden die jungen Leute sprachlich und sozial geschult, um überhaupt ein Jahr Berufsintegrationsklasse inklusive Praktikum bei einem Arbeitgeber erfolgreich zu schaffen. Manche machten auch zwei Jahre lang die Vorbereitungsklasse, bis sie so weit sind. Es gebe soziale und sprachliche Defizite. Und die müsse man überwinden, bevor ein junger Mensch eine Lehrstelle bekomme. „Sonst hat keiner etwas davon, weder der Lehrling noch die Firma“, weiß Dahmer.

Von den Helferkreisen sei zu hören, dass es noch viele unversorgte Jugendliche gebe, weiß der Schulleiter. Diesem Problem könnte man mit weiteren Klassen begegnen – doch dafür fehlt es der Schule wieder am Platz. „Das nötige Personal könnte ich beschaffen“, sagt Dahmer. Das Landratsamt müsste für Räumlichkeiten sorgen.

Das Amt verhandelt derzeit, um zusätzlich zum ersten Stock auch das Erdgeschoss des Telekom-Gebäudes anmieten zu können. Dort sind jetzt die zwölften FOS-Klassen untergebracht. Beim AWISTA sind die Verwaltungsfachangestellten und bei der Feuerwehr die Veranstaltungskaufleute. „Wir sind willkommene Gäste“, sagt Dahmer. Die Flüchtlingsklassen, das ist ihm wichtig, sind im Schulgebäude Von-der Tann-Straße. „Nur dort haben sie das Gefühl, innerhalb der Gesellschaft zu sein und nicht in Containern.“

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