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Betrüger prellen Senioren

Trickbetrug

Herr Brand vom Amtsgericht?

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Auf dem Display die Nummer vom Amtsgericht Starnberg, am anderen Ende der Leitung ein Herr, der einem Rentner eine Klage androht, wenn er nicht eine vierstellige Summe in die Türkei überweist. Wie seltsam ist das denn? Das dachte sich auch der 65-jährige Gilchinger und wandte sich an die Polizei. 

Gilching Trickbetrügern ist immer schwerer auf die Schliche zu kommen. Gestern Vormittag hat ein Unbekannter einen 65-jährigen Gilchinger zur Überweisung von Geld in Türkei bewegen wollen. Auf dem Telefondisplay des Gilchingers erschien eine tatsächlich existierende Rufnummer, nämlich die des Amtsgerichtes Starnberg. Der dreiste Anrufer gab sich als „Herr Brand“ vom Amtsgericht aus und teilte dem Gilchinger mit, dass gegen ihn eine Anzeige wegen Zahlungsrückständen bei einer Glücksspielfirma laufen würde. Daher müsse er 2450 Euro zahlen, damit das Verfahren gegen ihn eingestellt werde. Der Gilchinger ging zunächst auf das Ansinnen des Anrufers ein. Ging ihm aber nicht auf den Leim.

Der 65-Jährige sollte zu einem Call-Shop-Center in Fürstenfeldbruck fahren und dort die 2450 Euro über einen Moneygram-Schalter in die Türkei überweisen. Der Anrufer drängte den Gilchinger mehrfach dazu, dass er den Betrag unbedingt vormittags zu überweisen habe, weil es sonst zu einer Gerichtsverhandlung kommen würde und ihn dann Kosten in Höhe von 6000 bis 7000 Euro erwarten würden. Der 65-Jährige behielt einen kühlen Kopf und ließ sich von dem vermutlich in der Türkei in einem Callcenter sitzenden Betrüger nicht einschüchtern. Statt an den Call-Shop wandte sich der Gilchinger an die Polizei. Diese warnt in diesem Zusammenhang dringend vor Bargeldüberweisungen via Moneygram oder Western Union ins Ausland nach derartigen Anrufen. Bei dieser Onlinetransaktion besteht keine Möglichkeit zur Rückbuchung, das überwiesene Geld ist unwiederbringlich weg. Und die Polzei rät, nicht auf die Richtigkeit der Telefonnummer, die auf dem Display erscheint, zu vertrauen.

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