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3000 Euro für Lebensmittelpakete in Nepal: Ursula und Horst Schmel (3.v.r.) sowie Günther Strödel (r.) nahmen den Scheck von Rotary-Präsident Christian Frühwald (l.) und Dr. Moritz Schwoerer (Rotary) entgegen. 

Rotary-Club hilft Namaste-Stiftung

Schutzkleidung für Nepal

  • Hanna von Prittwitz
    vonHanna von Prittwitz
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3000 Euro spendet der Rotary-Club Fürstenfeldbruck der Namaste-Stiftung. Das Geld fließt wird für die Anschaffung von Schutzkleidung verwendet. Parallel läuft bei der Stiftung eine Lebensmittelsammlung.

Gilching – Nepal? Das Land findet in den Medien zu Zeiten der Corona-Krise weltweit kaum Beachtung. „Dabei hat die Krise die Nepalis besonders schwer getroffen“, weiß Horst Schmel aus Gilching, Mitgründer der Namaste-Stiftung, die seit den 1960er-Jahren in Nepal Hilfsprojekte realisiert. Zusammen mit seiner Frau Ursula und Stiftungsvorstand Günther Strödel nahm er in Gilching einen Scheck über 3000 Euro vom Rotary-Club Fürstenfeldbruck entgegen. Das Geld fließt in die Anschaffung von Schutzkleidung für Klinikpersonal in  Bolde. Dort hatte das Apothekerehepaar Schmel einst gemeinsam mit anderen Nepal-Fans die Idee zur Gründung der Bolde-Freunde, aus der die Namaste-Stiftung entstand.

„Fünf Jahre nach dem Erdbeben zeigte sich in Nepal ein Hoffnungsschimmer“, berichtet Schmel. Er bereiste das Land zuletzt im Herbst 2019. „Es ging aufwärts.“ Die Trekkingtouristen brachten ein bisschen Wohlstand, auch die kleinen Dörfer profitierten davon. Dann kam das Coronavirus. Die Regierung schottete das Land ab. „Die gesundheitliche Versorgung ist schlecht, es gibt keine Tests, die Menschen haben kein Einkommen mehr, sie leiden Hunger“, sagt Schmel. Die Regierung bestimmt das Dhulikhel Hospital mit einem Einzugsgebiet von 2,3 Millionen Menschen zu einem von 18 Corona-Zentren. Unterstützt wird es unter anderem von Ärzten der Namaste-Stiftung. Vorstand Strödel war zuletzt im Frühjahr in Nepal, er kehrte kurz vor dem Shutdown nach Europa zurück.

„Erschrocken über Nachrichten aus Nepal“

„Sehr erschrocken machen uns Nachrichten, die wir aus Dörfern in Nepal erhalten“, schreibt Strödel im jüngsten Rundbrief der Namaste-Stiftung. Zehntausende seien in ihre Heimatdörfer geflüchtet. Allein in Bolde lebten im Augenblick 40 Prozent mehr Menschen als üblich. „Die Erträge der kargen Felder reichen bei Weitem nicht, um alle zu ernähren, Rücklagen haben die wenigsten Familien.“

Die Stiftung stellt aktuell Lebensmittelpakete zusammen, die in Zusammenarbeit mit dem Dhulikhel Hospital nach Bolde transportiert werden. Die Namaste-Stiftung, deren Sitz in Gilching ist, beteiligt sich an den Kosten für diese Aktion. Außerdem hilft sie bei der Ausrüstung der Ärzte mit Schutzkleidung.

„Ich kann mich an meine Freude als Kind über die Care-Pakete der Amerikaner zum Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern“, so Schmel. „Die Ironie der Geschichte will, dass ich nun selbst so helfen darf.“ Wer auch spenden möchte: Namaste-Stiftung, Raiffeisenbank Gilching, IBAN DE50 7016 9382 0000 0003 45. 

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