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Segen „to go“ im „Sternsinger-Drive-in“

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Von: Hanna von Prittwitz

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Die Packerl der Sternsinger mit Weihrauch, Kreide, Kohle und Aufklebern.
Die Packerl der Sternsinger mit Weihrauch, Kreide, Kohle und Aufklebern. © privat

In Zeiten wie diesen sind gute Ideen Gold wert. In Gilching hat sich die Pfarrgemeinde St. Sebastian einiges einfallen lassen, um die Sternsingeraktion 2022 zu unterstützen. Erstmals wird es den Segen „to go“ im „Sternsinger-Drive-in“ geben.

Gilching – Schon 2021 mussten die Sternsinger in den Kirchen bleiben, konnten den Segen nicht von Haus zu Haus tragen. Auch heuer bremst die Pandemie die Kinder aus. Schlimm ist dies für die Kinder in Afrika, für die nun wieder nicht in dem Ausmaß Spenden gesammelt werden können wie in normalen Zeiten. Die katholische Pfarrgemeinde St. Sebastian jedoch gibt nicht klein bei. Zusammen mit Pfarrer Franz von Lüninck entwickelten Maureen Hermsen, Marion Kuntz und Birte Hartl Ideen für das Sternsingerprojekt 2022 – und gehen nun ganz neue Wege. „Wir wollen auf jeden Fall Präsenz zeigen“, kündigt Hermsen an.

Wer den Besuch der Sternsinger trotz Corona nicht scheut, kann sie für den 2. und 6. Januar zu sich nach Hause bestellen. Die Besuche erfolgen nach einem ausgefeilten Hygienekonzept. „Deshalb sind die Spontanbesuche nicht möglich“, erklärt Hermsen. Die Möglichkeit der Hausbesuche ist für Menschen gedacht, die ans Haus gebunden sind. Auf der Internetseite erzbistum-muenchen.de können sich die Interessenten anmelden.

Für alle anderen stehen die rund 20 Sternsinger am Sonntag, 2. Januar, von 11 bis 13 Uhr vor der Kirche St. Sebastian am Hochstift-Freising-Platz in einem kleinen Zelt bereit für den Segen „to go im Drive-in“. „Die Idee ist, dass jeder vorbeigehen oder fahren und den Segen abholen kann, auch mit dem Fahrrad“, erklärt Hermsen. Alle Vorbeikommenden erhalten das Segenspackerl. Das Packerl beinhaltet Weihrauch, Kohle und Kreide, beziehungsweise Aufkleber mit dem Segensspruch. Die Päckchen liegen auch in den Kirchen bereit. „Wer selbst in eine unserer Kirchen kommen oder jemanden bitten kann, den Segen mitzubringen, ist dazu herzlich eingeladen“, sagt Hermsen.

Die Sternsinger haben in Gilching eine lange Tradition. Bei der letzten Sternsingeraktion, also vor Beginn der Pandemie im Januar 2020, sammelten die 59 Sternsinger fast 16 000 Euro. „Da haben wir uns richtig ins Zeug gelegt“, erinnert sich Hermsen. 2021 dann konnten die Buben und Mädchen nurmehr Packerl packen und die Segenswünsche in die Briefkästen werfen. Immerhin kamen so rund 6000 Euro zusammen. „Die Kinder waren immer mit Begeisterung dabei, und danach gab es ein Belohnungspizzaessen“, erzählt Hermsen. Sie hofft, dass es eines Tages wieder ganz normal weitergehen kann mit den Sternsingern: „Dann machen wir auch wieder Werbung und sind mit mehr Kindern unterwegs.“

2022 steht die Aktion der Sternsinger unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Die Spenden fließen in die Anschaffung von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung in zwei Krankenhäusern im Südsudan, außerdem werden damit Personalkosten finanziert.

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