Eine Gruppe von Sternsingern.
+
Die Sternsinger können heuer nicht von Tür zu Tür laufen.

Segenspäckchen für daheim

Gilchinger Sternsinger hoffen auf viel Unterstützung – auch ohne Besuche

Die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Sebastian dürfen ihren Segen heuer nicht persönlich an die Haustüren bringen. Daher haben sich die Kinder eine Alternative einfallen lassen.

Gilching – Sie haben gewartet, „voller Hoffnung“, wie Eduard Fuchshuber von der katholischen Pfarrgemeinde St. Sebastian in Gilching berichtet. Allerdings hat sich die Hoffnung für die mehr als 50 Gilchinger Sternsinger dann doch zerschlagen, ihren Segen persönlich bringen zu dürfen. „Leider lässt es die Corona-Lage nicht zu, alle Hausbesuche mussten abgesagt werden“, sagt Fuchshuber. Ihren Segen bringen die Kinder aus St. Sebastian aber trotzdem in die Gilchinger Häuser – „mit Abstand und auf neuen Wegen“. Seit dem gestrigen Sonntag gibt es dafür ein Alternativprogramm im Internet auf der Seite www.st-sebastian-gilching.de.

Dort können Interessierte eigene Segenspäckchen sowie Segensaufkleber bestellen. Die Päckchen enthalten Weihrauch, Kohle und Kreide. Dazu gibt es auf der Internetseite einen Vorschlag zur Haussegnung mit einleitenden Worten und mehreren Gebeten, die die Gläubigen sprechen können. Außerdem ist das Lied „Seht ihr unsern Stern dort stehen“ zu hören – eingespielt von der Ministrantenband der Gemeinde.

Die Segenspäckchen könnten ab sofort bestellt werden: telefonisch unter 0160 / 2 00 83 60 oder per E-Mail an die Adresse sternsinger@st-sebastian-gilching.de, sie liegen dann von Samstag, 5. Januar, an in den Gilchinger Kirchen zur Abholung bereit. Daneben stehen jeweils die verplombten Spendenboxen.

„Falls Sie nicht selbst in die Kirchen kommen können, bringen wir die Segenspäckchen auch gerne zu Ihnen und holen auch die Spendentütchen wieder ab“, erklärt Fuchshuber. Direkte Spenden an die Sternsinger sind natürlich auch möglich. Die Informationen dazu, vor allem die Bankverbindung, finden Interessierte ebenfalls auf der Homepage.

Die Sternsinger-Aktion steht heuer unter dem Motto „Kindern halt geben – in der Ukraine und weltweit“. Eduard Fuchshuber erklärt die Gedanken dahinter so: „Wenn Kinder in der gegenwärtigen Situation etwas brauchen, ist es Halt. Den geben Mama und Papa – nicht aber dort, denn der Mangel an Arbeit zwingt ihre Eltern, weit weg zu gehen, sodass die Kinder sie lange Zeit nicht sehen, allenfalls einmal in einem Videochat. Mit Ihren Spenden können Sie ein wenig Halt geben, die Not lindern, den Kindern etwas geben, das unbezahlbar ist: die Nähe ihrer Eltern.“

Die Gemeinde bittet alle Spender, die die Sternsinger in den vergangenen Jahren spontan oder wiederholt bei den Hausbesuchen unterstützt haben: „Sind Sie wieder mit dabei. Wir haben so viel in der Vergangenheit dank Ihrer Hilfe bewegen können, lassen Sie das Corona-Jahr da in nichts zurückstehen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare