Abgehoben: Nico Edelmann aus Gauting mit seinem Scooter.

Skater- und Scootercontest

Springen, drehen, schwitzen

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Im Skatepark Gilching zeigten knapp 100 Sportler ab sieben Jahren vor hunderten Besuchern unglaubliche Tricks.

Gilching – Ollis, Flips, Buttercups und Flairs mit Tale-Whip: Ein bisschen wild klingen die Namen für die vielen Tricks, die am Wochenende im Skatepark in Gilching zu sehen waren. Am Samstag zeigten 25 Skateboardfahrer, was sie mit ihren Brettern so veranstalten können. Am Sonntag waren schließlich die Scooter an der Reihe. 40 Teilnehmer hatten sich gemeldet, der Wettbewerb in Gilching zählt mittlerweile zum drittgrößten Scooterevent deutschlandweit. Das ist wohl nicht zuletzt der rührigen Organisation zu verdanken, die auf den Schultern des Jugendhauses, der Gilchinger Streetworker und Markus Burgstaller, Inhaber des Geschäfts Sports&Trends liegt. „Es ist wieder super gelaufen, wir sind sehr zufrieden“, schwärmte Burgstaller denn auch im Nachgang.

Hunderte Zuschauer, konzentrierte Fahrer: Fast ist es auf der Skateranlage wie auf dem Fußballplatz. „Das ist schon auch fordernd hier, schließlich müssen sich die Teilnehmer über Stunden hinweg konzentrieren, das ist auch anstrengend“, findet Burgstaller. Dabei gehen bei den Skatern schon die Siebenjährigen an den Start. Riley Edtmayer und Jack Mütze teilten sich als jüngste Teilnehmer das Siegerpodest. Bei den unter 14-Jährigen gewann Stefan Filbert vor Bruder Philipp und Ben Thale. Bester Starter bei den Männern war Tyler Edtmayer vor Manuel (Nachnahme unbekannt) und Afeni da Silva.

Der Scooter-Contest in Gilching hat offensichtlich einen besonderen Stand in der Szene. Tim Köhler, langjähriger Sieger beim Event, hatte diesmal die Moderation übernommen. Der 21-Jährige kommt aus Ebersberg und fährt am Wochenende zur WM nach Barcelona, ein Profi also. Den Zuschauern erklärt er, was sie sehen, sagt mal „Schönes Ding“, oder „Schade, nicht gestanden“. Die jungen Scooterfahrer wirbeln indessen ihre Bretter um sich herum, drehen sie unter sich, über dem Kopf, um dann sicher drauf zu landen, meistens jedenfalls. Ab und zu geht ein ehrfürchtiges Raunen durch das Publikum. „Das ist technisch schon anspruchsvoll“, weiß Burgstaller. Er freut sich, dass zum Scooter-Event sogar Profis aus Nürnberg und Regensburg anreisen, auch aus der Schweiz sind Teilnehmer dabei.

Auf dem Siegerpodest landet bei den Elfjährigen schließlich Tom Mütze vor Claudia Müller und Jack Mütze. Noah Settele gewinnt in der Kategorie 12 bis 13. Carlos Wendt wird hier Zweiter, Theodor F. Dritter. Bei den Älteren, ab 14 Jahre, setzt sich Leo Bauer vor Daniel Sjöberg und Michael Berchtold durch. Und bei den Profis gewinnt Willy Baumer vor Robin Fischbacher und Chris Röckl.

„Ein bisschen setzen wir auf den Ausbau unserer Anlage hier, die ist schon in die Jahre gekommen“, sagt Burgstaller, weiß aber auch, dass solche Vorhaben immer schwieriger und aufwendiger werden. So oder so, dieses Jahr hat wieder alle gut funktioniert. „Das ist einfach eine schöne Mischung aus Sport und Schwitzen.“

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