Stellwerksstörung am Ostbahnhof: Erhebliche Beeinträchtigungen im gesamten S-Bahn-Netz

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Laut Bauantrag vom April will die Bank einen 80 Meter breiten Baukörper mit dunkler Fassade und insgesamt fünf Stockwerken bauen. Die Haupteingänge liegen nicht auf Straßenniveau, sondern knapp einen Meter tiefer und sind nur über Rampen und mehrere Stufen zu betreten. Das Bild - hier ein Ausriss - stammt aus dem Flyer, der in Gilchi ng verteilt wurde.

Ortsentwicklung

Das steckt hinter der Postwurfsendung in Gilching

In Gilching macht eine Postwurfsendung die Runde, in der es um die Innenstadt-Bebauung durch die Raiffeisenbank geht. CSU-Gemeinderat und Gewerbereferent Manfred Herz hat die Aktion initiiert.

Gilching – Im Bauverfahren der Raiffeisenbank Gilching hat sich nun auch Gewerbereferent Manfred Herz zu Wort gemeldet. Der CSU-Gemeinderat appelliert an die Bauherren, Vernunft einkehren zu lassen. Insbesondere im Hinblick auf die Generalversammlung der Bank am kommenden Dienstag fordert er im Namen des Gemeinderats eine Umplanung des künftigen Geschäfts- und Ärztehauses.

Mit einer „Bausünde in Gilchings Mitte“ wollen sich der Gemeinderat sowie auch viele Bürger nicht zufriedengeben, sagte Herz dem Starnberger Merkur. Sein Appell richtet sich nun sowohl an den Vorstand sowie Aufsichtsrat der Raiffeisenbank, das Baudebakel zu verhindern. „Mit den uns kurzfristig vorgestellten Plänen werden die Bauherren ihrer Verantwortung für eine gelungene und attraktive Ortsmitte nicht gerecht“, mahnt Herz. „Die Bürger und auch Gemeinderäte hatten die berechtigte Erwartung, dass die Raiffeisenbank neben Renditestreben auch an einem architektonischen Highlight in Gilchings Zentrum interessiert ist. Der Wille der Bürger und Gemeinderäte, der in vielen Versammlungen zum Ausdruck kam, wurde völlig ignoriert. Setzen wir uns nicht zur Wehr, müssen auch unsere nachfolgenden Generationen mit dieser Bausünde leben.“ In einem Flyer wurde der Appell mittlerweile an alle Haushalte verteilt, so Herz.

Wir berichtet, hat die Gemeinde das Areal an der Ecke Römer-/Rathausstraße nach langen Verhandlungen und stets vorgebrachten Bedenken seitens des Gemeinderats dann dennoch an die Bank veräußert. „Voraussetzung war eine Zusicherung der Raiffeisenbank, im Erdgeschoss des neuen Gebäudes einen Vollsortimenter mit 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche als Magnetwirkung für die Ortsmitte zu integrieren“, sagt Herz. Dieses Vorhaben unterstützte der Gemeinderat schließlich und verkaufte der Bank das parkähnliche Grundstück. Doch statt wie zugesagt, sind nun seitens der Bank auf dem Eckgrundstück anstatt des Supermarktes mit transparenter Gestaltung unattraktive und geschlossene Lager- und Kühlräume vorgesehen. Der Markt jedoch wurde auf 700 Quadratmeter Verkaufsfläche reduziert. „Das brauchen wir nicht“, ärgert sich Herz. „Zudem wurde die geplante bodentiefe Glasfront an der Vorderseite des Gebäudes mit Blick auf Römerstraße und Marktplatz ersatzlos gestrichen. Dem Erdgeschoss gehen damit die angestrebte Leichtigkeit und Attraktivität komplett verloren.“ Unabhängig davon, dass die Bank in dem Gebäude durch diverse architektonische Tricks – gemeint sind unter anderem die Tieferlegung des Supermarkt-Eingangs und der Apotheke um 80 Zentimeter und ein zusätzliches Terrassengeschoss – viel Raum dazu gewonnen habe. Dies widerspreche eindeutig den Zielen der Gemeinde im Hinblick auf Barrierefreiheit und gehe zudem zu Lasten der Gestaltung des künftig fünfstöckigen Gebäudes, kritisiert Herz. Gleichzeitig wurden seitens der Bank die ursprünglich 107 geforderten Stellplätze in einer zweistöckigen Tiefgarage um eine Etage und damit um 26 Stellplätze reduziert. „Die Raiffeisenbank muss sich ihrer Verantwortung bewusst sein, dass dieser Neubau über Jahrzehnte das Ortsbild Gilchings prägen wird, im positiven wie im negativen Sinne“, findet Herz. Die Verantwortlichen der Bank haben signalisiert, die Pläne zu überarbeiten.

Von Uli Singer

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