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Mit der Linie X900 verkehrt ein Express-Bus bereits im Landkreis. Er verbindet unter anderem Gilching mit Starnberg.

Verbindung der Gilchinger Gewerbegebiete

Straße für weiteren Express-Bus fehlt noch

Gilching - Mit der Einführung der neuen Linie X910 Richtung Großhadern rückt die Planung einer zusätzlichen Trasse wieder in den Fokus.

Feiert die ASTO GmbH mit Sitz in Gilching Spatenstich oder Richtfest, ist es Tradition, dass geladene Festredner Wünsche äußern dürfen. Ein Wunsch ging bereits in Erfüllung. Der Kreisausschuss in Starnberg gab am Dienstag, wie berichtet, grünes Licht für die neue Expressbus-Linie X910. Ein Wunsch dazu ist noch unerfüllt: Der Bau einer Straße, parallel zur Lindauer Autobahn.

ASTO-Chef Dr. Bernd Schulte-Middelich mahnte während seiner Rede beim Richtfest für das neue Versorgungszentrum der Uni-Klinik München im Gewerbepark Gilching Süd eine bessere Verkehrsanbindung zwischen Großhadern, Starnberg und Gilching an. Glück für ihn und weitere Firmen, die auf eine Direktverbindung hoffen, dass drei der Festgäste – Landrat Karl Roth, Gilchings Bürgermeister Manfred Walter und Max Stürzer von Gut Hüll – Mitglieder im Kreisausschuss sind. Um rechtzeitig bei der Abstimmung in Starnberg zu sein, mussten sie auch frühzeitig das Richtfest verlassen. Im Kreisausschuss entwickelte sich die Abstimmung dann ja auch zugunsten des Express-Busses.

Derzeit ist der Einstunden-Takt beziehungsweise der 30-Minuten-Takt zur Rushhour vorgesehen. Das Pilot-Projekt X910 ist für einen Zeitraum von vier Jahren geplant. „Wenn wir es außerdem schaffen, dass der Bus künftig alle 20 Minuten fährt, könnten wir viele Autofahrer dazu bringen, ihr Fahrzeug stehen zu lassen“, sagte Schulte-Middelich. „Die neue Buslinie ist für die Region sehr wichtig“, stimmte Walter zu. Was in diesem Zusammenhang auf der Agenda steht, ist eine direkte Bus-Verbindung zwischen dem ASTO-Park an der Friedrichshafener Straße und dem Gewerbepark Gilching Süd. Doch dazu fehlt die Straße. Noch. Denn geplant ist eine Trasse parallel zur Autobahn München-Lindau schon seit Jahren. „Es wird leider die teuerste Straße aller Zeiten“, räumte Walter ein. „Es hat sich herausgestellt, dass die Planung weit problematischer ist, als gedacht. Zur Umsetzung wird ein gigantisches Brückenbauwerk notwendig.“ Wer das zahlt, ist auch nicht klar. Dennoch sei es Ziel der Kommune, das Vorhaben so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen.

Schulte-Middelich bedankte sich für die optimale Zusammenarbeit seit Gründung des ASTO-Parks vor über zehn Jahren zwischen der Kommune, den Behörden und den ansässigen Unternehmen. „Die Zusammenarbeit ist ein wichtiges Thema“, erklärte Schulte-Middelich. Nur so sei eine nachhaltige Entwicklung möglich. „Stillstand ist Rückschritt. Wir alle wollen die Zukunft für unsere Enkel und Urenkel gestalten. Und da sind wir auf einem sehr guten Weg.“     ph

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