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Verwirrspiel um Treue und Versuchung: Die Theatergruppe des MGV Gilching hat die Komödie „Der kitzlige Punkt“ einstudiert und sich mit der Premiere für die weiteren Vorstellungen empfohlen.

Ein heißer Feger und viele Eifersüchteleien

Theatergruppe des MGV Gilching punktet mit dem Thema Beziehungsstress

Die Theatergruppe des MGV Gilching punktet mit der Komödie „Der kitzlige Punkt“. Darin geht es vor allem um Beziehungsstress.

Gilching – Das Bauerntheater Gilching nimmt Beziehungsstress auf die leichte Schulter. Mit Witz und Hintersinn porträtiert die Theatergruppe des Männergesangvereins in der Komödie „Der kitzlige Punkt“ allerlei eheliche Eifersüchteleien. Im nahezu ausverkauften Saal des Gasthofs Widmann gedieh die Premiere des Dreiakters von Hannes Bauer zum Lacherfolg.

Als heißer Feger sorgt die hübsche Tänzerin Carmencita (Christiane Högner) im bayerischen Provinzstädtchen für Tumult. Während die Mannsbilder um Wirt Simon Kramlbacher (Hermann Högner) Stielaugen bekommen, ist deren Gattinnen die Flirtlaune ihrer Männer ein Dorn im Auge. Im Saal bleibt kein Auge trocken, wenn das Männergesangquartett beim Frühschoppen völlig atonal zum Ständchen für die junge Carmencita anstimmt. Hemberger (Herbert Schäufler) bringt es am Stammtisch lakonisch auf den Punkt: „Schade, dass wir alle schon so verstärkt verheiratet sind.“

Herzen im Handumdrehen gewonnen

Mit dem schwungvollen Mundart-Lustspiel spielte sich die MGV-Theatergruppe im Handumdrehen in die Herzen des begeisterten Premierenpublikums. Laut Gründungsmitglied Monika Lange keine einfache Sache: „Es wird immer schwieriger, gute Stücke zu finden, weil viel schon im Fernsehen gelaufen ist, und das wollen wir nicht.“ Ende November wurde das neue Stück erstmals mit verteilten Rollen gelesen. „Wenn dann alle lachen können, wissen wir, das wird was“, sagt Lange, die als Besetzung der Wirtsgattin Centa ein Volltreffer ist. Unter der Regie von Otto Wildmoser proben die acht Laiendarsteller seit der Vorweihnachtszeit, zuletzt täglich.

Zu seiner 44. Premiere gibt sich das Gilchinger Bauerntheater auch sportlich. Die Damen wollen schließlich nichts unversucht lassen, um das Interesse ihrer ehemüden Gatten zurückzuerobern. Die resolute Elisabeth (Karin Sedlmeier) trainiert die Damenriege mit schwedischer Gymnastik „schlank und pikant“ – eine Gaudi, die man besser nicht verpassen sollte. Gegen Carmencita im rosa Negligé kommen die bemühten Ehefrauen damit aber nicht an, und so ist der Ärger in der Wirtsstube programmiert. Wie sich dank eines Medaillons zum Schluss doch alles zum Guten wendet, soll nicht verraten werden.

Weitere Aufführungen

Wer Zeuge des bayerischen Verwirrspielwerden möchte, hat am 29. und 30. März sowie am 1., 5. und 6. April Gelegenheit dazu. Beginn ist jeweils um 20 Uhr im „Oberen Wirt“ (Schulstraße 13).

Nilda Höhlein

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