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Thomas Dreßen startete zwölf Jahre lang für den TSV Gilching-Argelsried.

Ski alpin

Auch Gilching ist ein klein wenig Streif-Sieger

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Thomas Dreßen hat am Samstag die legendäre Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel gewonnen.  Ein klein bisschen ist auch Gilching Streif-Sieger. Denn der 24-jährige Skirennläufer ist Ehrenmitglied beim TSV Gilching-Argelsried.

Gilching – Es ist die absolute Sport-Sensation des Wochenendes: Thomas Dreßen hat am Samstag die berühmt-berüchtigte Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel gewonnen. Der 24-Jährige Skirennläufer hat damit Historisches geschafft, denn letztmals hatte auf den Tag genau vor 39 Jahren mit Sepp Ferstl ein Deutscher auf der schwersten und gefährlichsten Abfahrtsstrecke der Welt triumphiert. Und ein klein wenig darf sich auch Gilching als Streif-Sieger fühlen, denn Thomas Dreßen ist zwölf Jahre lang für den TSV Gilching-Argelsried an den Start gegangen und seit eineinhalb Jahren Ehrenmitglied des Vereins. „Wir freuen uns riesig für den Thomas“, sagte gestern der 1. Vorsitzende des TSV, Peter Kramer.

Thomas Dreßen war 2004 mit seinem Vater Dirk und seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Michael als elfjähriger Bub in den TSV eingetreten, weil es mit seinem Heimatverein SC Mittenwald „ein paar Unstimmigkeiten gegeben hatte“, erzählt Kramer im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Dirk Dreßen arbeitete für die Skiabteilung des TSV als Trainer. Allerdings nur ein Jahr lang, denn am 5. September 2005 starb er bei einem tragischen Unfall in Sölden. Der damals 35-Jährige war mit Gilchinger Rennläufern zum Trainieren in den Ötztaler Alpen. Ein Transporthubschrauber verlor einen etwa 750 Kilogramm schweren Behälter mit Flüssigbeton, der direkt auf die Gondel stürzte, in der Dirk Dreßen saß. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Kabine und zwei weitere Gondeln in die Tiefe gerissen. Neben Dirk Dreßen verloren acht weitere Deutsche ihr Leben, darunter auch der damalige Pressewart der Skiabteilung des TSV Gilching, Walter Hauser. Wie durch ein Wunder überlebten zwei Gilchinger Buben, die aus der Nachbargondel geschleudert worden waren.

Auch nach dem tragischen Tod seines Vaters fuhr Thomas Dreßen weiter Rennen für den TSV Gilching. Und relativ schnell war absehbar, dass er einmal den Sprung in den Weltcup schaffen kann. Nur eines störte ihn: „Wenn über ihn berichtet wurde, wurde er immer als Münchner betitelt“, erzählt Kramer. Und das passte dem Mittenwalder überhaupt nicht. „Vor eineinhalb Jahren kam er dann zu uns und bat darum, wieder für den SC Mittenwald starten zu dürfen“, so der TSV-Vorsitzende weiter. Selbstverständlich legten ihm Kramer und seine Vorstandskollegen keine Steine in den Weg. „Das ist so ein sympathischer netter Kerl, so ein bodenständiger junger Mann. Er hat uns in dem Gespräch so beeindruckt, dass wir ihn gleich zum Ehrenmitglied ernannt haben“, sagt Kramer. Und so ist Gilching nun auch ein klein wenig Streif-Sieger.

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