Insgesamt 78 Handballerinnen und Handballer des TSV Gilching, von jung bis alt, beteiligten sich an der Aktion „#AVhältzusammen“ des Bezirks Alpenvorland. Foto: TSV Gilching
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Insgesamt 78 Handballerinnen und Handballer des TSV Gilching, von jung bis alt, beteiligten sich an der Aktion „#AVhältzusammen“ des Bezirks Alpenvorland.

TSV Gilching Handball

Starkes Symbol für den Zusammenhalt

  • vonChristian Heinrich
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Die Handballer des TSV Gilching beteiligen sich an der virtuellen Menschenkette des Bezirks Alpenvorland. Ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Abteilung.

Gilching – Es gab klare Richtlinien, wie die Fotos gemacht werden sollten. Die Initiatoren des Projekts „#AVhältzusammen“ legten großen Wert darauf, dass sich alle Handballer aus dem Spielkreis Alpenvorland in Vereinskleidung vor einem hellen Hintergrund präsentierten und die Arme horizontal ausbreiteten. Damit niemand bei der Bildkomposition auf Abwege geriet, stellten die Jugendsprecher des Bezirks Alpenvorland noch ein paar Demonstrationsfotos ins Netz. Schließlich sollte das Ganze den Eindruck einer virtuellen Menschenkette ergeben. Sportler reichen sich über die Vereinsgrenzen hinweg die Hände und verbinden sich miteinander.

Herausgekommen ist eine Aktion, die bei den teilnehmenden Klubs auf Begeisterung stieß. „Wir sind echt happy damit, wie das geworden ist“, freut sich Amelie Siegel über die große Resonanz. Es war allerdings nicht leicht für die Handball-Beauftragte des TSV Gilching-Argelsried, die Mitglieder der Abteilung während der Weihnachtstage zu mobilisieren. Zunächst lief das Projekt nur schleppend an, aber gegen Ende der Ferien am 10. Januar flatterten immer mehr Fotos bei ihr und Philipp Laumer ein, der die zahlreichen Porträts dann zu einem stimmigen Gesamtbild komponierte. „Wir waren überrascht, was da alles zusammengekommen ist“, sagt Siegel. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass sich beim TSV insgesamt 78 Spieler und Spielerinnen an der Aktion beteiligten. Hinzu kam der Hund von Kees Harreman und Susanne Walter.

Die Beteiligung war wohl auch deshalb so hoch, weil die Kampagne die Handballer Siegel registrierte ein vermehrtes Bedürfnis danach, aktiv zu werden: „Alle sind dankbar dafür, wenn etwas läuft.“ Mit den 79 Fotos gehören die Falken zu den Spitzenreitern, allerdings reichte die Zahl der Unterstützer nicht aus, um die SG Kempten-Kottern von Platz eins zu verdrängen, die sich damit als Belohnung auch einen Satz Aufwärmshirts sicherte. Etwas Gutes bewirkt haben die Falken trotzdem. Der Bezirk Alpenvorland spendet pro eingesandtem Bild der drei engagiertesten Vereine einen Euro an die Special Olympics Bayern.

Aber es ging den Gilchingern auch nicht darum, neue Textilien zu erwerben, die angesichts des Lockdowns ohnehin erst einmal in der Mottenkiste verschwunden wären. Viel wichtiger war es, das Gemeinschaftsgefühl im Falkenhorst während des Lockdowns zu stärken. „Die Menschenkette ist ein Symbol dafür, dass nicht jeder im Verein für sich alleine steht, sondern alle zusammenhalten“, erklärt Siegel. Wie stark das Miteinander und Füreinander ausgeprägt ist, erzählt die Collage, die Philipp Laumer angefertigt hat. Ob Groß oder Klein, Jung oder Alt, alle Generationen reichen sich beim TSV Gilching-Argelsried die Hände und lassen den anderen nicht los.

Dieses Zeichen findet Siegel so aussagekräftig, dass sie irgendwann die gesamte Gilchinger Menschenkette in der Rathaushalle ausstellen möchte. Und zwar dann, wenn Handball wieder möglich ist. „Das lässt den Zusammenhalt spüren, der bei uns herrscht“, stellt sie klar.

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