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Zirkuschefin Rosalinde Köllner zeigt eines der zerstörten Schilder. An der Karolingerstraße hat der Zirkus vier Aufführungen: Donnerstag, Freitag und Samstag um 16 Uhr, Sonntag um 11 Uhr. Eintritt: Kinder ab acht, Erwachsene ab zehn Euro. 

Vandalismus

Unbekannte zerstören 100 Zirkus-Schilder

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In Gilching haben am Wochenende Unbekannte etwa 100 Werbeschilder des Circus Aron zerstört. Mutmaßlich mit einem Teppichmesser haben die Täter Löcher in die Kunststoffplakate geschnitten, sodass die Tafeln unbrauchbar sind.

Gilching – Es gibt ja Menschen, die stehen Zirkussen mit Tieren kritisch gegenüber und äußern diese Kritik auch. So weit, so zulässig. Was sich am zurückliegenden Wochenende aber in Gilching zugetragen hat, ist fast nur noch mit krimineller Energie zu erklären. Dort haben Unbekannte etwa hundert Werbeschilder des Circus Aron zerstört. Mutmaßlich mit einem Teppichmesser haben die Täter Löcher in die Kunststoffplakate geschnitten, sodass die Tafeln unbrauchbar sind.

Zirkuschefin Rosalinde Köllner ist fassungslos. „Wer macht denn sowas?“, fragt sich die 45-Jährige und erhofft sich auch Antworten von der Polizei. „Wir haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet“, sagt sie im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Seit 25 Jahren gibt es den Circus Aron – so etwas sei aber noch nie passiert.

Die Wiese an der Karolingerstraße ist die erste Station des Zirkus nach dem sechswöchigen Winterquartier in Grünwald. Mitte vergangener Woche hatten Rosalinde Köllner und ihre Mitarbeiter in Gilching die Plakate an Privatzäunen und Gewerbeflächen aufgehängt, um für die Aufführungen Ende dieser Woche zu werben. „Jetzt sind alle zerschnitten, von Alling bis zum McDonald’s“, sagt sie und beschreibt gleich den Weg der Täter. Allein der finanzielle Schaden an den Schildern beläuft sich auf mehrere hundert Euro. Wie viel durch die fehlende Werbung und das nunmehr schlechte Erscheinungsbild hinzukommen, lässt sich wohl kaum beziffern.

Wo die Täter zu suchen sind? Rosalinde Köllner weiß es nicht: „Kinder waren es jedenfalls nicht. Die Flächen sind teilweise so perfekt ausgeschnitten, das müssen Erwachsene gewesen sein, vielleicht sogar mehrere.“ Übertriebenen Ärger mit den Tierschützern habe der Circus Aron jedenfalls noch nie gehabt – zumal er zwar etwa 30 Tiere halte, aber keine Wildtiere. In der Manege treten Kamele, Lamas, Esel, Ponys, Pferde und Ziegen auf. Die ganze Zirkusfamilie umfasst etwa 20 Mitarbeiter.

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