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Die onatineranlage an der Landsberger Straße ist fast fertig.

Asyl

Ade Halle, willkommen im Container

Gilching - Am ende hat sie zwar den Landkreis eine sechstellige Summe gekostet, aber genutzt wurde sie nie. Nun ist der Festplatz wieder frei und an der Landsberger Straße ist der Aufbau der Container fast abgeschlossen. 

Unter dem Begriff Riesenflop kann die Traglufthalle in Gilching abgehakt werden. Anfang des Jahres für 200 Asylbewerber aufgeblasen, wurde sie niemals genutzt. Die in den Sand gesetzten Kosten dürften im sechsstelligen Bereich liegen. Heute erinnern nur noch Relikte an Gilchings Allianz-Arena.

Die Aufregung war groß, als es Ende des Jahres 2015 hieß, dass auf den Festplatz in Gilching anstelle eines kleinteiligen Containerdorfes nun eine aufblasbare Traglufthalle für 200 Asylbewerber kommt. Anwohner wie auch der Helferkreis Asyl befürchteten, dass die Massenunterkunft mit null Privatsphäre zu unnötigen Aggressionen führen werde.

Das Problem hat sich von alleine gelöst. Da die Traglufthalle laut Landratsamt Starnberg wegen diverser Baumängel nie abgenommen wurde, wurde sie auch nie belegt. Die aufgelaufenen Kosten für Aufbau, Strom- und Heizungskosten, Wachdienst und Abbau schätzen Experten im siebenstelligen Bereich. Wobei der Hauptanteil der Kosten die Regierung von Oberbayern übernommen hat. An der Kommune hängen geblieben sind 150 000 Euro für die notwendig gewordene Verlegung des gemeindlichen Kindergartens vom Festplatz auf die Zirkuswiese. Der Pachtvertrag zwischen Kommune und Landratsamt für das Festplatz-Areal läuft noch bis 2022.

Während die umstrittene Traglufthalle im Laufe der vergangenen Woche abgebaut wurde, gingen die Aufbauarbeiten für ein Container-Dorf an der Landsberger Straße in Gilching rasant voran. Wie berichtet, sollen in Nachbarschaft der Straßenmeisterei 144 Asylbewerber untergebracht werden. Bauherr und Betreiber ist die Regierung von Oberbayern, die auch Eigentümerin des großflächigen Areals ist. „Mit der Fertigstellung rechnen wir voraussichtlich bis Ende Oktober. Danach wird der Betrieb zeitnah aufgenommen“, erklärte Gabriela große Holthaus von der Pressestelle auf Anfrage. Wie und von wem die Container belegt werden, entscheidet der Freistaat. Wobei die Regierung „stets eng und vertrauensvoll mit den betroffenen Gemeinden beziehungsweise mit dem Landratsamt“ zusammenarbeite.

Dies treffe auch auf die künftige Betreuung der Asylbewerber zu. Seitens der Regierung werden ein so genannter Unterkunftskoordinator sowie ein privater Dienstleister innerhalb der Unterkunft zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es eine Sozialberatung für die Bewohner, eingerichtet durch das Sozialministerium. Nicht vorgesehen ist ein Wachdienst im 24-Stunden-Betrieb. „Dies ist in Gemeinschaftsunterkünften grundsätzlich nicht üblich. Sollte uns ein Helferkreis bei der Betreuung der Asylbewerber unterstützen, nehmen wir diese Hilfe selbstverständlich dankend an.“

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