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Unternehmer des Jahres: die Reichhart-Chefs Michael Jackl (2.v.l.) und Alexander Reichhart (Mi.) mit Gründer Horst Reichhart (2.v.r.), Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Manfred Herz, Chef der Mittelstandsunion.

Unternehmerpreis für die Firma Reichhart

Die Großmeister der Logistik

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Die Mittelstandsunion hat die Geschäftsführenden Gesellschafter von Reichhart Logistik am Dienstagabend als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet. Landtagspräsidentin Ilse Aigner bezeichnete das Gilchinger Unternehmen als „Bilderbuchbetrieb“.

Gilching – Täglich etwa 1000 Abgasanlagen einbaufertig an die Bänder des Münchner BMW-Werks – Reichhart bringt’s. Monatlich etwa 70 Heckteile für die Airbusflotte zur Montage nach Hamburg – Reichhart bringt’s. Was vor 51 Jahren mit einem Lkw begann, ist längst zu einem der großen Logistik-Unternehmen Deutschlands geworden. Knapp 1000 Mitarbeiter an 21 Standorten, dazu eine hochmoderne Flotte von 380 Lastwagen und Kleinfahrzeugen: Für Landtagspräsidentin Ilse Aigner ist das Unternehmen ein „Bilderbuchbetrieb“ – vor allem auch, weil es trotz des Erfolges seine Wurzeln nach wie vor in Gilching hat.

Im dortigen Rathaus zeichnete der Kreisverband der CSU-Mittelstandsunion (MU) am Dienstagabend die Geschäftsführenden Gesellschafter Alexander Reichhart und Michael Jackl vor knapp 200 Gästen als Unternehmer des Jahres aus. Damit bleibt der Preis in der wirtschaftlich prosperierenden Gemeinde – im Vorjahr hatte ihn Einkaufskorb-König Peter Reisenthel bekommen. Nun also die Großmeister der Logistik, die unweit der Reisenthel-Zentrale im Gewerbegebiet Gilching-Süd zu Hause sind – in dem markanten, „roter Magnet“ genannten Gebäude.

„Das ist ein besonderer Tag auch für Gilching“, freute sich Bürgermeister Manfred Walter. In den vergangenen 51 Jahren seien die Gemeinde und das Unternehmen „Schulter an Schulter“ gewachsen. „Es ist etwas Besonderes, wenn sich ein Unternehmen so sehr zu seinem Standort bekennt“, sagte Walter. Die Reichhart-Chefs hätten den Unternehmerpreis so sehr verdient wie keine anderen. Seit 17 Jahren leiten Reichhart und Jackl gleichberechtigt die 1967 von Horst Reichhart gegründete Firma.

Dabei gehört zu dem Unternehmen längst viel mehr, als nur Güter von A nach B zu bringen – auch wenn große Spezialtransporte wie Flugzeugteile oder der Einsatz von Lang-Lkw zu den spektakulären Aufträgen gehören. Die Firma fertigt als Zulieferer der Automobilindustrie Teile, neben Abgasanlagen gehören unter anderem auch Sitze und Türverkleidungen dazu. Sie entwickelt fahrerlose Systeme genauso wie eigene Software. „Das Unternehmen ist immer auf der Höhe der Zeit“, lobte Aigner.

Zuletzt habe Reichhart eine „massive Digitalisierungsstrategie“ gefahren, hob MU-Bezirksvorsitzender Bernhard Kösslinger hervor. MU-Kreischef Manfred Herz betonte neben den wirtschaftlichen Erfolgen auch das soziale und gesellschaftliche Engagement des Unternehmens. „All das hat uns bewogen, Ihnen die Auszeichnung zu verleihen“, sagte er in Richtung Reichhart und Jackl. Für die beiden ist klar, wem sie den Erfolg und damit auch den Preis zu verdanken haben: „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital“, sagten sie unisono. „Sie haben den größten Anteil an unserem Erfolg.“

Dieser Erfolg ist nach Ansicht von Wirtschaftsförderer Christoph Winkelkötter auch beispielhaft für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft im Landkreis Starnberg. In den vergangenen 14 Jahren sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um etwa 43 Prozent auf knapp 50 000 gestiegen. „Unternehmen sind die Stütze der Region“, sagte er und sprach sich für eine „vernünftige Entwicklung“ bei den Gewerbeflächen aus. So sei es etwa gelungen, Heine Optotechnik (von Herrsching nach Gilching) und Lobster (von Pöcking nach Tutzing) im Landkreis zu halten. Zudem biete die Region, etwa in Oberpfaffenhofen, mit Unternehmen aus Forschung, Entwicklung und Produktion vielfältige Möglichkeiten. Vizelandrat Georg Scheitz sagte: „Wir leben im hochwertigsten Wirtschafts- und Lebensraum in Nachbarschaft einer Weltstadt.“

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