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Die Schmiererei am Rathaus ließ sich mit den gängigen Mitteln bislang nicht beseitigen. 

Gilchinger Rathaus

Neue Vandalismus-Attacke aufs Rathaus

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Erneut haben unbekannte das Gilchinger Rathaus beschmiert und beschädigt. Es ist nicht die erste Attacke. 

Gilching – Ein gutes Jahr ist es nun her, dass das neue Gilchinger Rathaus bezogen wurde. Ein gutes Jahr, in dem der hochmoderne Verwaltungsbau das eine oder andere Mal Ziel von Randalierern wurde. In der Nacht zum Montag hat es die neueste Attacke gegeben, wie Bürgermeister Manfred Walter gegenüber dem Starnberger Merkur berichtet.

An zwei Stellen haben der oder die Täter diesmal zugeschlagen: „Die Fluchttür vom Einwohnermeldeamt wurde auf Kopfhöhe mit einem spitzen Gegenstand eingeschlagen“, sagt Walter. Zwei Schichten der Dreifachverglasung hielten der Gewalt Stand, die äußerste Scheibe zersplitterte jedoch vollständig. Darüber hinaus wurde an einer Ecke des Rathauses wild mit pinker Farbe auf die Fassade gekritzelt. „Wir werden wohl sechs Fassadenplatten austauschen müssen“, sagt Walter. „Allein das ist ein richtig großer Schaden im Tausender-Bereich“, ärgert er sich.

Wer dahintersteckt, ist noch unklar. Walter geht jedoch nicht von einer gezielten Attacke auf die Gemeinde aus. „Wir liegen nun mal nicht weit weg vom S-Bahn-Halt“, sagt er und vermutet als Motiv: „Geltungsdrang, um vor anderen in einer Gruppe gut dazustehen.“ Im aktuellen Fall hat die Gemeinde Strafanzeige erstattet. In einem anderen Fall konnte der Verursacher ermittelt werden. Vor knapp zwei Monaten wurden links vom Eingangsbereich des Rathauses Pflastersteine besprüht. „Diesen Vorfall konnten wir mittlerweile jemandem eindeutig zuordnen“, sagt Walter und ist zuversichtlich, dadurch auch den Schaden regulieren zu können. Insgesamt spricht Walter von etwa vier Vandalismusfällen am Rathaus in den zurückliegenden zwölf Monaten.

Diskussionen hat es in den vergangenen Wochen auch über eine andere Form der Randale am Rathaus gegeben. Wie berichtet, hatten Anwohner in einer Gemeinderatssitzung ein nächtliches zügelloses Treiben von Jugendlichen beklagt – vom Abspielen lauter Musik über ausgiebigen Alkoholkonsum bis hin zu sexuellen Handlungen war die Rede. Die Situation habe sich mittlerweile „deutlich verbessert“, sagt Walter nun. Drei Faktoren nennt er als Grund dafür: ein verstärkter Einsatz der Gilchinger Streetworkerin, eine häufigere Präsenz der Polizei am Rathaus und das Abschalten des freien WLAN-Zugangs um 20 Uhr. Die Möglichkeit, kostenfrei ins Internet zu gelangen, hätte nämlich viele vornehmlich junge Leute angelockt.

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