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Eine Delfin-Therapie konnte der Verein Kinderinsel dem schwerbehinderten Luis Bastos (2.v.l.) ermöglichen. Darüber freuen sich die Eltern Steffi und Miguel Bastos und sein kleiner Bruder Mika (v.l.).

Kinderinsel

Fröhlich durch Delfin-Therapie

Was wäre die Gesellschaft ohne die vielen Ehrenamtlichen oder aber auch ohne die Organisationen, die sich um geistige und körperlich behinderte Kinder oder um Familien in Not kümmern? Vom Staat oft alleine gelassen, helfen sie dort, wo Hilfe Not tut. Einer dieser Vereine ist die Kinderinsel mit Sitz in Gilching, die zum Jahresende positive Bilanz zieht.

Gilching – „Auch wenn wir ein eher kleiner Verein sind und uns ausschließlich auf regionale Ziele konzentrieren, konnten wir heuer wieder wertvolle Hilfe leisten. Wobei wir nur dann helfen können, wenn es Menschen gibt, die unser Engagement unterstützen“, erklärt Vorsitzende Uli Singer. „Heuer hatten wir bis auf viele Einzelfälle, darunter drei alleinerziehende Mütter in Gilching, auch zwei Familien mit teil schwer behinderten Kindern, denen durch zweckgebundene Spenden der Alltag erleichtert wurde.“

Zum einen ging es um die Pflegefamilie Pein in Schlagenhofen, für die der dringend benötigte Familienbus angeschafft werden konnte. Wie berichtet, betreut Vera Pein (63) seit 30 Jahren als Pflegemama derzeit vier Kinder zwischen drei und 14 Jahren sowie zwei junge Männer, denen sie wichtige Starthilfe ins Leben gibt.

Überwältigt vom Spendenaufkommen war außerdem Familie Bastos aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Wie berichtet, wurde Sohn Luis (6) mit einem Gendefekt geboren. Er kann weder laufen, sitzen, stehen, sprechen noch selbstständig essen oder andere Alltagsdinge erledigen. Um die emotionale Ebene zu mobilisieren, war eine aufwendige und auch teure Delfin-Therapie in Amerika notwendig. Diese konnte durch die zweckgebundenen Spenden aus den Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck im Oktober finanziert werden. Luis sowie der fünfjährige Bruder Mika wie auch die Eltern Steffi und Miguel freuten sich über die Fortschritte, die Luis machte. „Wir wissen, dass unser Sohn nie geheilt werden kann. Dass wir ihn aber erstmals so ausgesprochen fröhlich und auch aufmerksam erlebten, das war einfach wunderbar“, sagen die Eltern.

Wer die Arbeit des Vereins unterstützen will: Verein Kinderinsel, IBAN DE72 7016 3370 0003 2213 18, BIC GENODEF1FFB.

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