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Die 16-Jährige ist wieder aufgetaucht.

Seit Dienstag verschwunden

Vermisstes Mädchen (16) aus Gilching wieder aufgetaucht

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Gilching - Glückliches Ende einer Vermisstensuch: Eine Gilchingerin (16) wurde seit Dienstag vermisst. Sie hatte sich mit ihrer Mutter gestritten, meldete sich dann noch per SMS bei einer Freundin. Am Samstag begab sie sich in die Obhut des Münchner Jugendamts.

UPDATE vom 29.4.2017, 22.14 Uhr: : Die gesuchte 16-Jährige ist wieder aufgetaucht. Sie meldete sich am Samstag gegen 10.30 Uhr über einen anonymen Messangerdienst bei einer gleichaltrigen Freundin und teilte in dieser Nachricht mit, dass sie wieder in München sei und dass es ihr gut gehe. Am Samstag Abend konnte von der Münchner Polizei bestätigt werden, dass sich das vermisste 16-jährige Mädchen selbst in die Obhut des Münchner Jugendamtes begeben hatte und nun vorerst in einer Jugendeinrichtung untergebracht ist.

Ursprünglicher Bericht

Wie findet man ein 16 Jahre altes Mädchen, das scheinbar spurlos verschwunden ist? Das sich weder zu Hause noch bei Klassenkameraden gemeldet hat, sondern nur bei einer Internetfreundin. Das kein Handy und auch nicht mehr als 30 Euro dabei hat. Das vorher noch nie von zu Hause ausgerissen war. Diese Frage beschäftigt die für Gilching zuständige Polizeiinspektion Germering seit Dienstag – und anschließend auch sämtliche Polizeidienststellen. „Das Mädchen ist bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben“, sagte der stellvertretende Inspektionsleiter Andreas Ruch am Freitagmittag gegenüber dem Starnberger Merkur. Am Samstag gab es eine neue Spur: Demnach soll sich das Mädchen über ein anonymes Chatprogramm bei einer Freundin gemeldet haben. Das teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Die Suche nach der 16-Jährigen - eine Chronologie:

Montagabend: Zwischen dem Mädchen und seiner Mutter kommt es zu einem Streit.

Dienstag: Um 7 Uhr in der Früh verlässt das Mädchen die elterliche Wohnung in Gilching. Eine Stunde später, um 8 Uhr, beginnt der Unterricht an ihrer Realschule in München-Laim. Dort jedoch kommt sie nicht an. Stattdessen meldet sie sich gegen 15.45 Uhr aus einer öffentlichen Telefonzelle in Ulm per SMS bei einer Internetfreundin in Sindelfingen. Ihr gehe es gut und sie sei unterwegs, schreibt sie. Ihre Mutter erstattet Vermisstenanzeige.

Mittwoch: Die Abfrage bei Klassenkameraden und Freunden verläuft erfolglos. Die Daten sind mittlerweile in ein Zentralregister für Vermisstenfälle eingegeben und liegen damit allen Polizeidienststellen vor.

Donnerstag: Familie und Polizei beschließen, die Fahndung öffentlich zu machen, und geben ein Foto des Mädchens frei. Am Abend zerschlägt sich die Hoffnung, die 16-Jährige bei ihrer Internetfreundin in Sindelfingen zu finden. Die zuständigen Beamten vom Kriminaldauerdienst Leonberg haben keinen Erfolg.

Freitag: Es gibt noch immer keine Erfolgsmeldung. Mehr als 72 Stunden ist das Mädchen mittlerweile von zu Hause weg. Die SMS aus Ulm war bis dato die letzte Nachricht.

Samstag: Im Laufe des Tages wächst die Hoffnung, das Mädchen zu finden. Das Mädchen hat sich über ein anonymes Chatprogramm bei einer Freundin gemeldet. Sie sei wieder in München, heißt es in der Nachricht. Die Familie der Freundin informiert die Mutter, diese wiederum die Germeringer Polizei - von da aus geht die Information zum Polizeipräsidium in die Landeshauptstadt. Die Beamten würden ohnehin „gezielt nach Vermissten Ausschau“ halten, erklärte Polizeihauptkommissar Ruch bereits am Freitag. Parallel dazu prüft die Polizei die Echtheit der Chat-Mitteilung.

Zur Sicherheit hatten Beamte der Münchner Polizei bereits vor einigen Tagen auch am Stachus nach dem Mädchen geschaut, einem typischen Treffpunkt für junge Ausreißerinnen. Auch dort war sie bis Freitag nicht, was aber auch nicht weiter verwundert. Denn die 16-Jährige ist bislang nicht als Streunerin aufgefallen. Im Gegenteil: Sie sei brav und besonnen, heißt es. Für die Polizei gestaltete sich die Suche bis dahin schwer.

Wo steckt sie? Familie und Freunde machen sich große Sorgen um die 16-Jährige – verbunden natürlich mit der Hoffnung, dass sie  das lange Wochenende über endlich wieder nach Hause kommt.

Das Mädchen ist etwa 1,60 Meter groß und schlank. Sie hat kurze braune Haare und war am Dienstag bekleidet mit einem grauen Blazer aus Wolle, blauen Jeans und weinroten Halbstiefeln. „Es besteht die Befürchtung, dass sie ziellos umherirrt beziehungsweise auch per Anhalter unterwegs sein könnte“, so Ruch. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

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