Rathausumzug in Gilching

Walters Habseligkeiten passen in acht Kartons

Gilching - Lange war geplant worden. Jetzt ist es endlich so weit. Das neue Gilchinger Rathaus geht kommende Woche in Betrieb. Die Umzugshelfer sind schon fleißig.

An die drei Jahrzehnte war an der Pollinger Straße in Gilching ein modernes Rathaus, ursprünglich plus Bürgersaal, geplant. Nun ist es vollbracht. Seit Mittwoch zieht die Verwaltung um. Auf den Bürgersaal jedoch wurde zugunsten eines kleinen Veranstaltungssaales verzichtet. Zum Tag der offenen Tür lädt die Gemeinde im Oktober ein.

„So ein Umzug macht zwar viel Arbeit, gibt aber grundsätzlich ein positives Gefühl“, sagt Bürgermeister Manfred Walter. Wie seine 55 Mitarbeiter auch packte er am Mittwoch im alten Rathaus seine Habseligkeiten zusammen, gab sie der Umzugsfirma mit auf den Weg und startete gestern mit dem Auspacken. Wobei er weit weniger Akten zu schleppen hatte als der Rest der Verwaltung. „In acht Kartons war alles untergebracht. Der Großteil der Akten befindet sich ja bei den jeweiligen Sachbearbeitern“, erklärte der Rathauschef.

Der alte Schreibtisch zieht mit um

Was auffällt: Während in allen anderen Büros mittlerweile neue hypermoderne und höhenverstellbare Schreibtische stehen, wird im Bürgermeisterzimmer Walters alter Tisch, und dieser nur zum Teil, angeliefert. Die Winkelkombination fehlt, weil das neue Büro etwas kleiner scheint und der Platz für einen ausladenden Schreibtisch fehlte. Zumal auch noch der Besprechungstisch aufgestellt wird. „Dass ich mit meinen alten Möbeln umziehe, ist eine politische Geste, die von mir angesichts der Möbeldiskussion erwartet wurde“, räumt Walter ohne bitteren Beigeschmack ein.

Im ersten Stock sind außer der Geschäftsleitung auch das Bauamt, der Umwelt- und Klimaschutz, das Standesamt, das Kulturbüro, die Finanzen, das Personalbüro und das Archiv untergebracht. Noch fehlen die EDV- und Telefon-Anlagen. Die Technik soll aber bis Dienstag, wenn das neue Rathaus in Betrieb geht, funktionsfähig sein. Erfreulich sei, so Walter, dass der ans Rathaus angrenzende Park bereits gut angenommen wird. „Am Mittwoch tummelten sich dort bei schönem Wetter viele Besucher. Es waren auch Gäste vom Betreuten Wohnen da, die ja gleich um die Ecke wohnen.“

Was noch fehlt, sind die Möbel für den Sitzungs- und den Veranstaltungssaal. „Ich denke, dass die nächste Ratssitzung im September noch im alten Rathaus stattfindet. Sobald die Möbel geliefert und aufgestellt sind, muss ja erst noch die Medienfirma aktiv werden und alle Mikrofone, Lautsprecher und das technische Equipment für den Veranstaltungssaal installieren.“

Im Haus anwesend war auch Architekt Horst Teppert, der sich noch um Details kümmerte. „Die Pinnwände, Haken und andere Kleinigkeiten können ja erst angebracht werden, sobald auch die Mitarbeiter da sind“, erklärte Teppert. „Jeder hat da seine eigenen Vorstellungen, die berücksichtigt werden sollen.“


Von Uli Singer

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