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Überzeugend: der große Schulchor mit Chorleiterin Martina Swandulla.

Advent

Weihnachtskonzert des Gymnasiums Gilching: Anspruchsvoll und unvergesslich

Lange wurde geprobt, jetzt war es soweit: Die Schüler des Gymnasiums Gilching gaben ein Weihnachtskonzert, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Gilching – Seit acht Jahren gibt es am Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasium eine Chorklasse, seit einer Schülergeneration also. Inzwischen ist der Chor nicht nur in der Anzahl der Schüler gewachsen, sondern auch „hochgewachsen“, reifer und besser geworden. Chorleiterin Martina Swandulla ist stolz auf das sehr hohe Niveau ihres Schulchors, der dieses Jahr mit einem äußerst anspruchsvollen Programm das Weihnachtskonzert des Gymnasiums in der katholischen Kirche St. Sebastian gestaltete.

Der Kinderchor der Unterstufe (Leitung: Kathrin Elstner) begrüßte das Publikum mit fröhlichen Weihnachtsliedern und einem Strahlen in den Augen, das junge Orchester stellte sich mit sieben Streichern vor, der große Schulchor mit den herausragenden Solistinnen Thalia Neumann, Elena Schiller und Birke Kordes, sowie – selten zu hören in Schulchören – mit zehn jungen Männern. Dazu traten noch ein fünfköpfiges Streicherensemble und das großes Schulorchester mit allein elf Bläsern auf.

Probenwoche für 200 Schüler

Rund 200 Schüler haben sich bei einer Probenwoche auf den Abend vorbereitet und sich sehr intensiv mit den Werken auseinandergesetzt. Das musste auch sein. Denn Chorleiterin Martina Swandulla hatte ein ehrgeiziges Programm zusammengestellt. Das facettenreiche Chorwerk „A Ceremony of Carols“ von Benjamin Britten stand im Mittelpunkt, eine Mischung aus Gotteslob, Marienliedern und weihnachtlichen Melodien, die Flexibilität und professionelle Gesangstechniken erfordert. Britten baute in das Chorwerk auch ein Harfensolo ein, das Felix Hahn meisterhaft bewältigte. „Am Anfang haben die Schüler nichts von der Idee gehalten, Benjamin Britten aufzuführen“, erzählt die Chorleiterin Martina Swandulla, „aber zum Schluss waren sie alle begeistert.“

Musikalisch jederzeit den Aufgaben gewachsen

Nicht nur Benjamin Britten trieb die Schüler zu Höchstleistungen an. Das Streicherensemble mit Marleen van Doesburg, Sarah Siemers, Inga Braun und Johanna Flür an den Instrumenten wagte sich an Bachs Violinkonzert Nr. 1, das große Orchester der Mittel-und Oberstufe an Auszüge aus „Peer Gynt“ von Edward Grieg (Erzähler Gerhard Buchner) und das Vokalensemble sogar an Karl Jenkins „A Mass for Peace“, ein im Jahr 2000 im Gedenken an die Opfer der Kosovo-Krise uraufgeführtes zeitgenössisches Stück. Zwei Anti-Kriegs-Werke, mit denen man Jugendliche für moderne Komponisten begeistern, kann. Musikalisch sind sie an ihren Aufgaben gewachsen.

Was bleibt, ist ein unvergessliches Konzert für Schüler, Eltern und den stellvertretenden Schulleiter Stefan Nirschl, der den Eltern schon zur Begrüßung versprochen hatte, dass sie von den Leistungen ihrer Kinder begeistert sein werden. So brandete ein Riesenapplaus nach dem letzten Akkord von Händels „Halleluja“ auf, bei dem zum Schluss nochmal alle Mitwirkenden im Scheinwerferlicht standen. Von Astrid Amelungse-Kurth

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