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Bereits Anfang des Jahres wurde an der Weßlinger Straße mit Rodungsarbeiten für die Westumfahrung begonnen.

Verkehrsentwicklung

Westumfahrung Gilching: Die letzte Genehmigung da

Für Heinz Angermaier und seine Mitstreiter von der Gilchinger Bürgerinitiative „Westumgehung jetzt!“ geht das Jahr mit einer positiven Nachricht zu Ende. Die im Bürgerentscheid 2015 auf Kosten der Gemeinde zusätzlich geforderte Geh- und Radwege-Unterführung im Bereich Römerstraße ist genehmigt.

Gilching – Jetzt sollte alles so werden, wie es sich die Mehrheit der Gilchinger Bürger beim Bürgerentscheid im Juli 2015 gewünscht hat: Die Westumfahrung wird gebaut – und zusätzlich zu den bereits genehmigten sechs Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer entlang der 4,8 Kilometer langen Trasse ist auch die an der Römerstraße endgültig in trockenen Tüchern. Zwei Tage vor Heiligabend kam die Mitteilung: Auf ein erneutes Planfeststellungsverfahren kann laut Regierung von Oberbayern verzichtet werden, „wenn die Änderung der Pläne im Verhältnis zur vorangegangenen, mit einem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossenen Gesamtplanung nicht erheblich ist“.

Hintergrund: Im August 2017 hatte die Gemeinde einen Antrag auf Planänderung gestellt und den Bau der Unterführung an der Römerstraße beantragt. Dieser Schritt ging auf den Bürgerentscheid von 2015 zurück. Nachdem es im Jahr zuvor einer Bürgerinitiative unter Schirmherrschaft von Grünen, ADFC, ÖDP und Bund Naturschutz gelungen war, die Planung der seit über zwei Jahrzehnten geforderten Entlastungsstraße per Bürgerentscheid zu stoppen, wollten sich das einige vom örtlichen Verkehr betroffene Bürger nicht gefallen lassen. Heinz Angermaier und seine Mitstreiter von der Bürgerinitiative „Westumfahrung jetzt!“ (BI) waren überzeugt, mit sachlichen Argumenten die Bürger vom Gegenteil überzeugen – und die Entscheidung von 2014 umkehren zu können.

Sie sammelten 2015 erneut Unterschriften für einen Bürgerentscheid, nun jedoch mit dem Ziel, die zum Stillstand gekommenen Planungen sofort wiederaufzunehmen. Zusätzlich forderte die BI, die allgemein gewünschte, jedoch von der Regierung von Oberbayern nicht vorgesehene Unterführung für Fußgänger und Radfahrer im Bereich Römerstraße auf Kosten der Gemeinde einzuplanen und zu genehmigen. Um jedoch keine weitere Verzögerung zu riskieren, sollte der Antrag dazu erst nach Vorliegen eines bestandkräftigen Planfeststellungsbeschlusses für die Trasse gestellt werden. Dieser Beschluss, quasi die Baugenehmigung für die Straße, wurde Mitte 2016 gefällt.

Mit der weiteren Unterführung hat die Regierung von Oberbayern offenbar keine Probleme. Als Begründung für ihren positiven Bescheid führt sie auch an, dass durch diese Unterführung „die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs weiter erhöht und eine verbesserte Anbindung des untergeordneten Wegenetzes zwischen der Gemeinde Gilching und den nordwestlichen Naherholungsflächen erreicht wird“. Gegen diesen Planänderungsbeschluss kann innerhalb eines Monats beim Bayerischen Verwaltungsgericht Klage eingereicht werden.

Derweil laufen die Vorbereitungen für den Bau der Westumfahrung auf Hochtouren. Entlang der Weßlinger Straße Richtung St. Gilgen sind in den vergangenen Wochen bereits etliche Bäume gefällt worden. Baubeginn soll am 3. April sein, wie Bürgermeister Manfred Walter jüngst in der Bürgerversammlung sagte.

Von Uli Singer

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