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Abgeholzt für Leitungen und die Umfahrung: das kleine Wäldchen am Eck der Kreuzung Talhofstraße/Weßlinger Straße in Gilching.

Westumfahrung Gilching

Rodungen und Bombensuche

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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, heißt es so schön. Das gilt auch für Bauvorhaben: In der Gemeinde Gilching haben die Vorbereitungen zum Bau der 4,8 Kilometer langen Westumfahrung begonnen.

Gilching – Das kleine Wäldchen am Eck der Kreuzung Talhofstraße/Weßlinger Straße – einfach weg. Arbeiter waren am Freitag noch damit beschäftigt, die letzten Baum-stümpfe abzusägen. Zum einen sind dort Leitungen zu verlegen. Zum anderen aber ist dies der Beginn der Rodungen für den Bau der Westumfahrung. „Die Waldbauernvereinigung, die die Arbeiten für uns durchführt, hat nun bis Ende Februar Zeit“, erklärt Gilchings Bürgermeister Manfred Walter. Die Rodungen finden rechts und links der durch den Wald in Richtung Kieswerk führenden Weßlinger Straße statt. Walter geht davon aus, dass die Rodungen sehr viel schneller vonstattengehen, „ich denke, bis Weihnachten sind sie abgeschlossen“.

Zugleich machen sich auf den Feldern ringsum Experten mit speziellen Fahrzeugen auf den Weg, um mögliche Kampfmittel aufzuspüren. Unter den Fahrzeugen sind Metalldetektoren befestigt, mit denen noch im Boden liegende Bomben oder ähnliches aufgespürt werden können. Erst im September hatte eine verloren gegangene Fliegerbombe in einem Feld bei Argelsried gesprengt werden müssen (wir berichteten). Aufgrund der Nähe zum Sonderflughafen Oberpfaffenhofen gehen die Fachleute davon aus, dass der ein oder andere Blindgänger noch gefunden wird.

Am 3. April 2018 beginnt laut Walter die Baustelleneinrichtung. „Wir rechnen mit dem Spatenstich am 27. April. Mit dem Bau der Umfahrung geht eine mehr als 30 Jahre währende Diskussion zu Ende. Die Kosten werden auf etwa 15 Millionen Euro veranschlagt. Die 4,8 Kilometer lange Straße soll vor allem die durch Gilching führende Römerstraße entlasten. In einem Verkehrsgutachten von Professor Harald Kurzak aus dem Jahr 2010 geht es um 20 Prozent weniger Fahrzeuge auch auf den Straßen Am Römerstein und der Landsberger Straße. Um 15 Prozent entlastet werden der südliche und mittlere Bereich des Starnberger Wegs. Im nördlichen Bereich sollen es um die Hälfte weniger Fahrzeuge sein. Das gilt auch für die Weßlinger Straße im Norden Gilchings sowie die Brucker Straße (40 Prozent).

Mit Fertigstellung der Gilchinger Umfahrung wird im Frühjahr 2020 gerechnet.

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