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Stolzer Hausbesitzer: Thomas Freund öffnet Gästen bei den ArchitekTouren am kommenden Wochenende sein Reich.
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Das Bad im Haus von Thomas Freund.
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Ein Gitternetz ist Absturzsicherung im Treppenhaus.

Architektouren 2017

Wohlfühloase in L-Form

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Beispielhafte Architektur öffnet im Rahmen der ArchitekTouren (24./25. Juni) ihre Pforten. Darunter auch Beispiele aus dem Fünfseenland.

Gilching – Thomas Freund und seine Frau Daniela haben sich und ihren Kindern in Gilching eine Wohlfühloase geschaffen, die auch eine architektonische Besonderheit ist. Das L-förmige Wohnhausensemble samt Flachdach am Apostelweg hebt sich deutlich von der umliegenden Sattel-Dach-Bebauung ab. „Es war uns wichtig, dass es auch im nächsten Jahrzehnt noch einen außergewöhnlichen Charakter hat“, sagt der 40-Jährige. Diesen Charakter können sich Interessierte bei den Architektouren selbst ansehen, denn Thomas Freund lässt Besucher in seine Oase in Gilching.

Der Bau besteht aus einem Zwei- und einem Einfamilienhaus. Den größeren Teil hat Freund vermietet, im kleineren lebt er mit seiner Frau und den zwei Söhnen Leon (11) und Maxim (1). Von der Idee bis zum Bau, das sei ein langer Prozess gewesen, erinnert sich der Gilchinger. Viele Jahre hatte er auf dem Grundstück am Apostelholzweg in dem Bungalow seiner verstorbenen Eltern gelebt. 2013 kam der Entschluss, groß zu bauen und zu vermieten, so dass sich das Einfamilienhaus beinahe von selbst trägt. Dass es letztlich kein Nullsummenspiel für den Bauherrn wurde, liegt auch an den Sonderwünschen, gibt der 40-Jährige zu. Raffinessen und architektonische Details des Einfamilienhauses können am kommenden Samstag und Sonntag jeweils um 10 Uhr ihm Rahmen der Architektouren 2017 bewundert werden.

Ein Hingucker erwartet die Gäste bereits, bevor sie das Haus betreten. Honiggelb kommt der Eingangsbereich daher. Wände, Decke, Fensterbrett, Tür, Briefkasten – alles gelb. Was letztlich den Ausschlag gab, die Farbe zu wählen, daran kann sich Freund schon gar nicht mehr erinnern. Nur, dass es seiner Frau und ihm sehr gut gefallen habe.

An der Treppe im Haus wartet das nächste Detail auf die Besucher – eine spezielle Absturzsicherung: „Wir haben ein Stahlnetz spannen lassen“, sagt der Freund stolz. Er verweist überdies auch auf die großen Räume. Mit 2,55 Meter sind sie 15 Zentimeter höher als der Standard. Die Zimmer wirken so sehr großzügig, vor allem der Küchen- und Essbereich, in dem die Familie am häufigsten anzutreffen ist. Satte 40 Quadratmeter durfte das Gilchinger Architekturbüro s+p dinkel für die Wohnküche einplanen: In dem für ihn wichtigsten Raum sitze er auch gerne mit seinen Freunden beisammen, so der Gilchinger.

Doch auch im Wohnzimmer lässt es sich aushalten. Dafür sorgt im Winter ein von drei Seiten verglaster Kamin. Und weil der Haus L-förmig angelegt sei, könne man das Flackern des Feuers sogar von der Küche auch sehen, freut sich der Hausbesitzer. Zum Heizen braucht er das Feuer freilich nicht, das übernimmt die Gasheizung im Keller, die nur sporadisch im Einsatz ist. Das Wasser wärmt die Solaranlage auf dem Dach. Das Lüftungssystem des Hauses sorgt überdies für ein gleichbleibend angenehmes Klima in allen Räumen, Gerüche verflüchtigen sich sofort. Und Freund spart viel Energie. Nach Angaben der Architekten wird die Energieeinsparverordung (EnEV) um 33 Prozent unterschritten.

Das Einfamilienhaus

von Thomas Freund finden die Besucher der Architektouren am Apostelholzweg 19 in Gilching. Die Besichtigung ist am Samstag, 24. Juni, und Sonntag, 25. Juni, jeweils um 10 Uhr möglich.

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