Spannend für Schüler und Lehrer: Das Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasium ist Mitglied eines naturwissenschaftlichen Netzwerks.
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Spannend für Schüler und Lehrer: Das Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasium ist Mitglied eines naturwissenschaftlichen Netzwerks.

Zugang zu besonderem Netzwerk

Das Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching (CPG) ist neben dem Gautinger Otto-von-Taube Gymnasium die zweite Schule im Landkreis Starnberg, die in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC aufgenommen wurde. Das bedeutet mehr Möglichkeiten – für Schüler und Lehrer.

Gilching – „Es ist eine besondere Auszeichnung“, freut sich Stefan Nirschl, seit vier Jahren stellvertretender Schulleiter des CPG. In Zusammenarbeit mit den Fachschaften setzte er sich schon im November 2019 hin, um die Bewerbung für das naturwissenschaftliche MINT-EC-Netzwerk zu erarbeiten. Der Antrag zählt 76 Seiten.

Der etwas sperrige Titel MINT-EC steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik sowie „Excellence-Netzwerk“. Arbeitgeber gründeten das Netzwerk 2000, es arbeitet eng mit regionalen Bildungsinitiativen zusammen und liefert ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schüler und Lehrer. Seit 2009 steht es unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder. Doch nicht jeder kann sich daran einfach so beteiligen. Der Zugang ist nur über ein bundesweites Auswahlverfahren möglich, bei dem das MINT-Angebot der Schule streng geprüft wird.

Schon lange hatten Nirschl und Schulleiter Peter Meyer mit dem MINT-Netzwerk geliebäugelt. „Es war erkennbar, die engagieren sich und machen das aber nur, wenn sie vom Konzept der Bewerber überzeugt sind.“ Mehr als 100 Stunden hat Nirschl in die Bewerbung gesteckt. Die Schule musste genauestens belegen, wie sie aufgestellt ist. In vier Jahren muss sich das CPG erneut zertifizieren lassen.

Nirschl freut sich sehr über die Zertifizierung. Er sieht sie auch als Anerkennung der geleisteten Arbeit, und begreift das MINT-Angebot als Zugang zu einem ganz besonderen Netzwerk. „Ich bin allein schon ganz erschlagen von den Möglichkeiten der Fortbildung“, sagt er. „Wir können die Schüler damit über alle Stufen hinweg fördern und gleichzeitig die Spitzen abdecken und weiterbringen.“ Dazu kämen Fachpreise und auch ein Zertifikat, das zusammen mit dem Abiturzeugnis überreicht werden könne.

Eine Verstärkung des Lehrerkollegiums geht mit der Zertifizierung jedoch nicht einher. Nirschl weiß natürlich um die Probleme mit Fortbildungen: „Das bedeutet immer auch Unterrichtsausfall.“ Und dies in Zeiten, in denen Lehrkräfte gerade bei Physik und Mathematik rar sind. Dazu kommt die Digitalisierung, die Kräfte bindet. Dennoch werde MINT-EC die Schule „weiter voranbringen“, da ist sich auch Schulleiter Meyer sicher: „Wir sehen es als unsere unmittelbare Aufgabe an, bei unseren Schülerinnen und Schülern das Verständnis von Technik und elementaren Naturphänomenen zu fördern.“Die Aufnahme in das Schulnetzwerk stelle eine große Bereicherung für die MINT-Bildung sowie die Studien- und Berufsvorbereitung der Schüler dar. Bundesweit gibt es 332 MINT-EC-Schulen, in Bayern sind es 59. Neben Gauting ist auch das Max-Born-Gymnasium in Germering zertifiziert.

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