Mit neuem Konzept und breiterem Repertoire, hofft Manfred Setzmüller mehr und vor allem jüngere Sänger ansprechen zu können.
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Mit neuem Konzept und breiterem Repertoire, hofft Manfred Setzmüller mehr und vor allem jüngere Sänger ansprechen zu können.

Männerchor Gilching

Zurück zu den lieben Gewohnheiten

So ganz ohne Gesang ist es auch während des Lockdowns nicht gegangen, räumt Manfred Setzmüller ein. Deshalb hat der Männerchor Gilching in sehr kleiner Besetzung und unter Einhaltung sämtlicher Hygienevorschriften unter anderem zu Weihnachten im Krankenhaus oder bei kleinen Festivitäten gesungen. Heute startet wieder der normale Probenbetrieb.

Gilching - Seit vielen Jahren ist der 59-jährige Elektromeister im Krankenhaus Seefeld Mitglied beim „Guichinger Viergesang“, seit 1977 verstärkt er mit seiner Stimme auch den „Männerchor Gilching“. Dort löste er vor fünf Jahren Otto Wildmoser als Vorsitzenden des Vereins ab.

„Ich habe schon immer gerne gesungen, unter anderem viele Jahren bei einem Chor in München. Es ist nicht nur das Singen alleine, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl, das beim gemeinsamen Erlernen eines neuen Liedes wichtig ist.“ In dieser Beziehung habe der Männerchor mit Chorleiter Manuel Kundinger ein „Riesenglück“ gehabt, betont der gebürtige Gilchinger. „Er ist nicht nur ein hervorragender Dirigent, sondern ein absoluter Profi, was den Gesang, aber auch die Musik angeht. Er passt auch menschlich gut zu uns. Derzeit sind wir außerdem dabei, unser Repertoire breiter aufzustellen, um das ganze Spektrum musikalischen Liedguts abzudecken. Dazu gehören auch Opernarien und moderne Volksmusik. Unser Ziel ist es, neue Mitglieder und auch junge Sänger dazu zu gewinnen.“

Für den Rückzug der jüngeren Generation aus dem Vereinsleben generell macht Setzmüller unter anderem verantwortlich, „dass die lieb gewordene Tradition des Stammtisches, an dem dann auch munter drauf losgesungen wurde, immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben verschwindet“. Derzeit hat der Verein rund 100 Mitglieder, davon aber nur 25 aktive Sänger. Mitsänger Günther Wagner sei mit mittlerweile 90 Jahren der älteste, verrät Setzmüller.

Nach einer längeren Lockdown-Pause hat Setzmüller für den heutigen Montag, 23. September, wieder zur ersten öffentliche Chorprobe eingeladen. Start ist um 19.30 Uhr im Vereinsheim des Spielmannszuges, Rudolf-Diesel-Straße 3a. Danach finden die Proben wie gehabt jeden Montag im Oberen Wirt im Altdorf statt.

Dazu kommen kann jeder, auch der, der nur mal Reinschnuppern will, und der, der Lust am Singen hat. „Auch wenn viele Menschen meinen, nicht singen zu können. Mit etwas Training und Unterstützung der Chorgemeinschaft kann wirklich jeder singen“, versichert Setzmüller.

Uli Singer

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