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Der bzw. die Täter hebelten die Tür des kleinen Vorgartens aus und stiegen in das Reihenhaus ein. Während des Beutezugs half ihnen ein kräftiges Gewitter.

Im donnernden Gewitter schlug er zu

Blitz-Dieb: Der Einbrecher klaute 15.000 Euro

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München - Langfingeralarm in Gilching! Einbrecher nutzten den Lärm eines Gewitters und schlugen zu. Es entstand ein Schaden von 15.000 Euro.

Der Dieb kam am späten Abend – im Schutz der Dunkelheit. Mit einem Schraubenzieher hebelte er die Terrassentür auf, dann schlich er sich in das Reihenhaus in Gilching: „Er nahm alles mit, was wertvoll war“, erzählt das Opfer Van Que P. Der Vietnamese befand sich gerade beim Arbeiten in seinem Restaurant – mit seiner Familie. „Dadurch ist wenigstens uns nichts passiert.“

Albtraum Einbruch! Die Zahlen sprechen für sich: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mit gut 167 000 Fällen so viele Einbrüche gezählt wie noch nie zuvor. Dabei ist Bayern hier im Vergleich noch ein sicheres Pflaster – mit „nur“ 7500 Taten. Das sind zudem neun Prozent weniger als im Jahr 2014.

Zahlen, die Van Que P. natürlich wenig trösten. In seinem Schlafzimmer fanden die Diebe an diesem Abend auch seinen Möbeltresor in der Größe eines Nachtkästchens – auch den nahmen sie mit. „Insgesamt habe ich einen Schaden von gut 15 000 Euro“, erzählt der Gastronom aus Gilching. „Ich hoffe natürlich, dass die Polizei den oder die Gangster bald schnappt.“ Die ermittelt fleißig, doch der Langfinger ist gewieft: „Der Einbrecher hat vermutlich das heftige Gewitter vom Sonntag für seine Tat ausgenutzt, weil eine Nachbarin genau in der Hochphase des Unwetters auch laute Geräusche wahrgenommen hat“, erklärt Andy Ruch, Vize-Chef der Germeringer Polizei. „Schade, dass sie hier nicht nachgeschaut hat, sonst hätte sie den Täter vermutlich gesehen“.

Gastronom P. hat immerhin keine Angst, wenn er nun nachts ins Bett geht: „Ich glaube nicht, dass die noch mal kommen. Hier haben sie ja alles geholt“, sagt er. Aber ein komisches Gefühl sei das schon, wenn man weiß: Hier war jemand in deinen eigenen vier Wänden.

Armin Geier

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