Genießen die gemeinsame Zeit in der Familieninsel (v.l.): Emma (2), Mama Petra mit Lars (5 Monate), Tanja Tschermutter, Geschäftsführerin Stefanie Hirsch und Vorsitzende Monika Hintz. Foto: ph

Yoga, Basteln und Frühschoppen

Gilching - Als vor 15 Jahren das Gilchinger Mütterzentrum gegründet wurde, gab es auch Kritik. Heute ist die Familieninsel ein beliebter Treffpunkt.

„Unsere Einrichtung ist eine Einrichtung von Eltern für Eltern und deren Kinder“, sagt Stefanie Hirsch. Sie ist seit zwölf Jahren bei der Familieninsel mit dabei. Erst als Mama von drei Mädchen, und da die Begeisterung auch nach dem Flüggewerden des Nachwuchses angehalten hat, heute als Geschäftsführerin.

Gestartet wurde im Mai 2001 in einem Ladengeschäft an der St. Egidi-Straße. „Der Standort war ideal, weil jeder sofort im Vorbeigehen im Schaufenster gesehen hat, was hier los ist“, erinnert sich Monika Hintz, Vorsitzende des Vereins. „Leider wurden die Räumlichkeiten sehr schnell zu klein.“ Deshalb sei man auch froh gewesen, dass die Gemeinde eine geräumige Wohnung im ersten Stock an der Rudolf-Diesel-Straße 3b zur Verfügung gestellt hat.

Das umfangreiche Angebot richtet sich an Mütter und Väter und ihren Nachwuchs ab dem ersten Lebenstag. „Im Durchschnitt kommen täglich zehn Elternteile und rund 15 Kinder“, erzählt Hirsch. „Meistens hört der Besuch bei uns auf, wenn die Kinder drei Jahre alt sind und täglich den Kindergarten besuchen.“ Auf dem Programm stehen unter anderem Yoga-Kurse für Mamas mit Babys, diverse Vorträge, Rückbildungskurse, Meditation, Basteln und Backen und jeweils am Freitag ab 15.30 Uhr ein Spielenachmittag auf dem Spielplatz des BIV-Kindergartens an der Melchior-Fanger-Straße.

Ein Renner sei zudem einmal im Monat der „Samstags-Vätertreff“, betont Hirsch. „Dieser ist für Frauen tabu. Da kommen regelmäßig acht bis zwölf Väter mit ihren Kindern, die alles allein vorbereiten und auch wieder aufräumen. Als Frühstück werden Weißwürst’ und Weißbier angeboten. Für die Mamis ist dies eine gute Gelegenheit, in Ruhe einkaufen oder zum Frisör zu gehen.“ Neu ab März findet zudem jeweils am Donnerstagnachmittag ein Integrationscafé gemeinsam für Gilchinger Familien und Flüchtlinge mit ihren kleinen Kindern statt.

Als besonderen Service bietet stellvertretende Vorsitzende Tanja Tschermutter unter dem Motto „Schnipp, schnapp - die Haare ab“ jeweils Mittwochvormittag an, dem Nachwuchs die Haare zu schneiden. „Was wir dringend suchen, sind engagierte Leute, die Lust haben, sich an den Veranstaltungen zu beteiligen und teilweise die Betreuung zu übernehmen“, sagt Hintz.

Uli Singer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Küchenrocker und seine „Red Lady“
Gerhard Schmidt spielt Gitarre und singt aus Leidenschaft. Die Bewohner des Dominikus-Ringeisenwerks in Breitbrunn hängen förmlich an seinen Lippen. Einmal pro Woche …
Der Küchenrocker und seine „Red Lady“
Studenten stehen vor dem Nichts
Gilching - Viel schlimmer kann ein Jahr fast nicht beginnen: Vier in Gilching lebende Studenten haben am Montag durch den Brand ihr Dach über dem Kopf verloren, Papiere …
Studenten stehen vor dem Nichts
Letzte Chance für 24-jährigen Gelegenheitsdealer
Gilching -  Auszubildender aus Gilching wird beim Schwarzfahren erwischt  - und will künftig clean bleiben. 
Letzte Chance für 24-jährigen Gelegenheitsdealer
Das doppelte Inferno von Gilching
Gilching - Feueralarm in Gilching: Binnen zehn Stunden hat es gleich in zwei Wohnhäusern gebrannt – nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt. Insgesamt sechs …
Das doppelte Inferno von Gilching

Kommentare