Störung am Bahnübergang: S1 verspätet

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Flickerlteppich Römerstraße: Seit kurzem warnen zahlreiche Schilder vor den Straßenschäden. 

Frostschäden

Gilchinger Römerstraße jahrelang ein Sanierungsfall

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Das Staatliche Bauamt will die Schlaglöcher auf der Gilchinger Römerstraße nur noch flicken, nicht sanieren. Bürgermeister Manfred Walter hat dafür überhaupt kein Verständnis.

Gilching – Der Dauerfrost der vergangenen Wochen hat ganze Arbeit geleistet. Auf der Römerstraße in Gilching reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Mittlerweile warnen mehr als ein halbes Dutzend Schilder im Abstand einiger hundert Meter die Autofahrer vor „Straßenschäden“ auf der Staatsstraße. Wer nun aber meint, diese Schäden werden in den nächsten Tagen nachhaltig behoben, der irrt gewaltig.

Zuständig für die Durchgangsstraße ist das Staatliche Bauamt in Weilheim – noch. Denn wenn die Westumfahrung Gilching einmal fertig ist, wird die Römerstraße abgestuft. Zuständig dann: die Gemeinde. Und genau dieser Wechsel dürfte die nächsten Jahre über für Verdruss bei den Autofahrern sorgen. Schließlich ist mit einer Fertigstellung der Westumfahrung erst 2020/21 zu rechnen.

„Wir werden an der Römerstraße keine Vollsanierung mehr vornehmen“, sagt Christian Probst, der Amtsleiter für den Landkreis Starnberg beim Staatlichen Bauamt. Die Schlaglöcher würden lediglich kurzfristig mit einem Kaltmischgut durch die Straßenmeisterei ausgebessert, erklärt er. Mittelfristig werde eine externe Firma die Löcher mit heißem Asphalt flicken. Mehr ist nicht mehr geplant.

„Wir wissen, dass die Römerstraße in einem sehr schlechten Zustand ist“, sagt Probst. „Aber es wäre Geldverschwendung, jetzt einen kompletten Deckenbau vorzunehmen.“ Schließlich könne die Gemeinde nach Übernahme der Straße ja Querungshilfen, Radwege, Verschränkungen und ähnliches ein-, aus- und umbauen. Der Amtsleiter: „Von daher halten wir uns mit Sanierungen zurück, auch wenn das vielleicht schwer zu verstehen ist.“

Gar nicht zu verstehen ist die Weilheimer Entscheidung für Bürgermeister Manfred Walter. „Das ist schon dreist“, sagte er gestern in einer ersten Stellungnahme. „Dann müsste uns das Staatliche Bauamt bei der Übergabe der Straße ja noch Geld dazu geben, um den Sanierungsstau zu beheben.“ Zumal nach jetzigem Stand von der Ortseinfahrt aus Richtung Alling bis zum Marktplatz keine größeren Veränderungen an der Römerstraße geplant seien.

Hinzu komme, dass er in den vergangenen Jahren immer mal wieder in Weilheim auf den miserablen Zustand der Römerstraße hingewiesen habe. Geschehen sei jedoch nichts – was sich durch die Vielzahl der Schlaglöcher räche. Dass von Weilheim aus nur noch das Nötigste getan wird, ärgert Walter richtig. „Da habe ich null komma null Verständnis.“

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