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Die digitale Schießanlage ist durch den Brand zerstört.

Schützenverein verliert erneut Anlage durch Brand

Drei Tage nach Flammeninferno: “Es ist wie verhext, irgendwie ist da ein Fluch drauf“ 

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Drei Tage nach dem Feuer versuchen Experten der Kriminalpolizei, die Ursache für den Großbrand im Berger Ortsteil Manthal zu finden. 

Berg – „Es ist verhext. Irgendwie ist da ein Fluch drauf.“ Zu der Ansicht kann man kommen, sagt Ludwig Korgel. Der langjährige Vorstand erlebt nach 1990 bereits zum zweiten Mal, wie sein Schützenverein Mantal-Harkirchen die Anlage durch einen Brand verliert. Das sorgt auch bei den Mitgliedern für Fassungslosigkeit. „Jeder ist von den Socken. Manche sagen: Warum denn jetzt schon wieder?“ 

Damals kamen die Manthaler für zwei Jahre bei den Schützen in Percha unter. Der Partnerverein hat sich auch dieses Mal gemeldet, sagt Ehrenschützenmeister Korgel. „Das finde ich super, ich habe mich schon herzlich bedankt. Das ist sicher eine Option.“ Auch der Schützengau Starnberg hat bereits reagiert. Im sozialen Online-Medium Facebook schreibt der Schützengau: „Wir stehen zu euch, ihr könnt auf die Solidarität der Schützenvereine im Gau Starnberg zählen!“ Auch Mitglieder anderer Schützenvereine zeigen sich in Kommentaren solidarisch.

Brandermittlung: „Da können Wochen ins Land ziehen“

Ob es in den bisherigen Räumen in Manthal für die Schützen weitergeht, ist ungewiss. Die 30 000 Euro teure digitale Schießanlage ist nach dem Brand praktisch wertlos. Die Schützen haben sie erst 2014 angeschafft, die Gemeinde Berg hatte sie mit 18 000 Euro gefördert. Auch eine Wand habe man für etwa 6000 Euro eingezogen, sagt Korgel. Vielleicht könne man auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung klären, ob vor Ort noch mal investiert wird, „oder ob man sich was anderes überlegt“, sagt der Ehrenschützenmeister. Die Planung hängt auch davon ab, was der Wirt der Gaststätte Manthaler mit dem Raum vor hat. Seine Gaststätte konnte er immerhin wieder öffnen.

Unterdessen waren gestern Brandermittler aus Fürstenfeldbruck vor Ort, um die Brandursache zu ermitteln. Ein Ergebnis gibt es noch nicht, sagt ein Sprecher der Einsatzzentrale in Ingolstadt. „Das Gebäude ist nur sehr schwer betretbar, das macht es für die Brandermittler schwierig.“ Mit aller Ruhe und Sorgfalt würden sie in den kommenden Tagen weiter ermitteln. Ob die Ursache bei einer solchen Schwere des Brandes gefunden werden kann, lässt sich noch nicht absehen. „Wenn fast alles weggebrannt ist, ist das natürlich deutlich schwerer“, sagt der Sprecher aber. Es brauche nun Geduld, eventuell seien auch Folgeuntersuchungen – etwa die Entnahme von Proben – nötig. „Da können auch mal Wochen ins Land ziehen.“

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