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Zufrieden mit der Seniorenarbeit sind Pfarrer Dr. Andreas Jall, Christine Offtermatt, Petra Scheucher, Uwe Rupprecht und Anton Modl (v.l.). 

Freundeskreis zieht Bilanz

Gute Nachricht im Seniorentreff: Die Männer werden mehr

Der Starnberger Seniorentreff hat eine neue Mitarbeiterin und neue Angebote: Betreuungspaten und Wohnberatung für Senioren. Was sich dahinter verbirgt, wurde bei der Jahresversammlung des Freundeskreises bekannt.

Starnberg Pfarrer Dr. Andreas Jall würdigte das Engagement des Freundeskreises Seniorentreff mit einem „Dank bei denjenigen, auf deren Füßen unsere Seniorenarbeit steht“. Bei der Jahresversammlung des Vereins im katholischen Pfarrzentrum verbrachten knapp zehn Prozent der insgesamt 531 Mitglieder einen netten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Zusätzlich wurde die Versammlung durch Spendenankündigungen für 2017 versüßt. So will die Sparda-Bank 1000, die VR-Bank 500 und die Kreissparkasse für den neuen Bus 5000 Euro dazugeben.

Christine Offtermatt stellte ihre neue Mitarbeiterin im Seniorentreff vor, die Sozialpädagogin Petra Scheucher, die das ebenfalls neue Projekt der „Betreuungspaten“ erklärte. Die werden in Gesprächsführung und Hilfestellung, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht geschult (nächste Schulung im Februar/ März, Interessierte melden sich im Seniorentreff) und unterstützen mit wöchentlichen Besuchen das selbstbestimmte Leben hilfsbedürftiger Senioren.

Offtermatt informierte über die Wohnberatung für Senioren, auch sie ist neu und wird vom Familienministerium unterstützt. Wohnberatung soll das selbstbestimmte Leben so lange es geht ermöglichen. Sie findet durch Mitarbeiter des Seniorentreffs statt, grundsätzlich in der Wohnung des Antragstellers, damit gemeinsam Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden. Sie betrifft die Ausstattung einer Wohnung mit technischen Hilfsmitteln oder durch Umbaumaßnahmen, die das alltägliche Leben sicher machen oder erleichtern und reicht bis zur finanziellen Beratung und Förderung.

Anton Modl, Geschäftsführer des Förderkreises, legte den Kassenbericht für 2016 vor. Demnach hat der Verein etwas über 21 000 Euro eingenommen, davon 4800 Euro als Spenden. 15 000 Euro davon bekam der Seniorentreff, 5000 Euro waren für Personal zu verbuchen.

Der Förderverein hat inzwischen 531 Mitglieder, davon sind 368 Frauen, wobei der Männeranteil dank des erweiterten Angebots mit Repair-Cafe und Computertechnik in den vergangenen Jahren angestiegen ist. Helmut Kilian freut sich darüber hinaus über die steigende Besucherentwicklung im Seniorentreff. Waren es 1994 noch 404 Besucher, so kommen nun knapp 1200 regelmäßig, 60 Prozent aus Starnberg, der Rest aus den umliegenden Gemeinden, ein paar einzelne sogar aus München. Am liebsten wird das Angebot an Ausflügen genutzt (415 haben da mitgemacht), dicht gefolgt von Wanderungen, Sprachkursen und Gesundheitsangeboten. Und noch eine Zahl: 190 Personen haben sich im vergangenen Jahr beim Seniorentreff engagiert.

Kilian schließt daraus: „Es sind rüstige Rentner, voller Tatendrang, die die Möglichkeit nutzen, aktiv zu sein und genügend Potenzial haben, selbst zu unterstützen.“ Beim Mitarbeiterausflug waren dann auch gleich drei Busse unterwegs. Wer beim Förderkreis Seniorentreff mitmachen will, ist immer willkommen. Die Mitgliedschaft kostet 15  Euro im Jahr.     Astrid Amelungse-Kurth

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