Haft für 24-jährigen Schläger

Gilching - Nach zahlreichen Vorstrafen gab es für einen jungen Gilchinger keinen Kredit mehr vor dem Kadi. Vom Starnberger Schöffengericht wurde der 24-Jährige wegen Körperverletzung zu acht Monaten Haft verurteilt.

„Ich habe mich nicht mehr in der Lage gesehen, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Das kann insbesondere aus generalpräventiven Gründen von der Rechtsordnung nicht mehr hingenommen werden“, erklärte Richter Ralf Jehle.

In einer Julinacht begann das Scharmützel am Spielplatzzaun Talhofstraße in Gilching zunächst harmlos. „Ich war mit Freunden unterwegs, als wir Stimmen vom Spielplatz rübergrölen hörten“, sagte der geschädigte Schüler. Zunächst hielten die Freunde die lauten Rufe für einen Scherz und näherten sich dem Spielplatz. Da ein Kumpel des geschädigten 18-Jährigen einen der grölenden jungen Männer kannte, entspann sich zunächst ein Gespräch. „Plötzlich pöbelte der Angeklagte mich an und schlug mich dann völlig unerwartet ins Gesicht“, so der 18-Jährige.

Als der Schüler zum Gegenschlag ausholte, brannte bei dem arbeitslosen 24-Jährigen die Sicherung durch. Er sprang über den Zaun und ging auf den Gymnasiasten los. Aus den Schlägen im würgenden Schwitzkasten ging der Schüler mit Nasenbeinbruch, blauem Auge und stark blutender Platzwunde am Jochbein hervor.

Der 24-Jährige, der zur Tatzeit unter offener Bewährung stand, erklärte zu Prozessbeginn, sein 18-jähriger Kontrahent habe den Streit vom Zaun gebrochen und den ersten Schlag ausgeteilt: „Ich hatte selber ein paar Tage lang Schmerzen.“ Richter Jehle neigte indes den mit der Anklage übereinstimmenden Aussagen der Zeugen zu und erklärte: „Das war ein massives körperliches Vorgehen seitens des Angeklagten.“ nh

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